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    Schonungen

    Großgemeinde profitiert vom Höfebonus

    Die Telekom baut ihr Netz in der Gemeinde Schonungen aus, heißt es in einer Pressemitteilung. Freuen dürfen sich diesmal vor allem Bewohner von entlegenen Weilern, Mühlen und Gehöften, die bisher keine Chance auf „schnelles Internet“ hatten. Dank direkter Glasfaseranbindung können die Anlieger sogar auf HighSpeed bis zu einem Gbit/s hoffen.

    Die Telekom wird rund 29 Kilometer Glasfaser verlegen und acht Glasfasernetzverteiler aufstellen. Damit hat der Kunde einen Anschluss, der alle Möglichkeiten für digitale Anwendungen bietet: Video-Streaming, Gaming oder Arbeiten von zu Hause. Er eignet sich auch für Technologien wie Virtual Reality, Telemedizin und Smart Home.

    „Ein schneller Internetanschluss ist heute ein Muss“, sagt Stefan Rottmann, Bürgermeister von Schonungen. „Nur die Kommune, die eine moderne digitale Infrastruktur besitzt, ist auch attraktiv für Familien und Unternehmen.“

    Die Telekom steigt nun in die Feinplanung für den Ausbau ein. Als Erstes wird eine Tiefbau-Firma ausgewählt und Material bestellt. Parallel dazu werden Baugenehmigungen eingeholt. Sobald alle Leitungen verlegt und alle Verteiler aufgestellt sind, erfolgt die Anbindung ans Netz der Telekom. Anschließend können die Kunden die neuen Anschlüsse buchen.

    90 Prozent Zuschuss winken der Gemeinde für den Ausbau in den Bereichen, die von den bisherigen Ausbauprogrammen nicht profitieren konnten und daher keine Bandbreiten von 30 Mbit/s erhalten haben. Profiteur sind beispielsweise der Weiler Reichelshof oder die Mühlen zwischen Schonungen und Marktsteinach. „Gerade in entlegeneren Siedlungsgebieten könne man mit einer hervorragenden Glasfaseranbindung Leerständen vorbeugen“, ist sich Bürgermeister Stefan Rottmann sicher. Im Rahmen der vorgeschriebenen Markterkundung war kein Unternehmen bereit, den Ausbau in den kommenden drei Jahren eigenwirtschaftlich zu stemmen. Damit war der Weg frei für den „Höfebonus“: ein Förderprogramm für den Glasfaserausbau gerade in Kommunen mit vielen Ortsteilen.

    Für den weiteren Glasfaserausbau investiert Schonungen 1,174 Millionen Euro. Etwas mehr als eine Million Euro fließen als Zuschuss zurück in die Gemeindekasse. Es bleibt darüber hinaus aber auch die Hoffnung, dass durch die kilometerlangen Glasfasertrassen am Ende noch weitere Anlieger oder auch zukünftige Breitband- und Mobilfunkprojekte profitieren. 

    Gleichwohl stellt Bürgermeister Stefan Rottmann fest, dass man aufgrund der Förderreglungen und Gesetzgebungen an Grenzen stoße, die sowohl im Gemeinderat, der Verwaltung und in der Bürgerschaft auf Unverständnis stoßen. Die trotzdem noch uneinheitlichen Ausbaustufen und Breitbandtarife im Gemeindegebiet kritisierte Rottmann deutlich und erhofft sich endlich Antworten aus der Politik.

    Bearbeitet von Peter Kallenbach

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