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    Heidenfeld

    Grünes Licht für den Heidenfelder Kindergartenumbau

    Vor ziemlich genau einem Jahr hat Planer Ralf Krämer sein modernes Gebäudekonzept für die Generalsanierung und Erweiterung des Heidenfelder Kindergartens präsentiert, nun stellte er das Bauvorhaben im Gemeinderat zur Genehmigung vor. Um es vorweg zu nehmen: Die Baugenehmigung wurde erteilt – doch nicht ohne Diskussionen. Der Planer ist seinem ursprünglichen Konzept treu geblieben und hat aus dem zergliederten Gebäude einen modernen, gradlinigen zweigeschossigen Baukörper mit kubischen Gebäudeelementen und Flachdach gemacht. Neu im endgültigen Konzept: Das Gelände wurde generell angehoben und das Erdgeschoss ist nun ohne Rampenlösung komplett barrierefrei zugängig.

    Der gewünschten offenen Betreuungskonzeption kommen die verschiedenen "Ateliers" in beiden Geschossen für Bewegung, Musik, Sinne, Bauen und Kreativität und die geplanten Spielflure entgegen; große Fensterfronten bis zum Boden ermöglichen auch den Kleinsten den Blick nach draußen. Eine Fußbodenheizung sorgt für angenehme Wärme, betrieben wird die via Luft-Wärmepumpe – das hat sich nach Prüfung verschiedener Alternativen als wirtschaftlichste Lösung herauskristallisiert.

    Im Anbau befindet sich im Erdgeschoss der neue Speisesaal, dazu gibt es neben drei Ateliers eine Küche, Büro und WC. Zwei weitere Ateliers befinden sich im Obergeschoss, dazu ein Personalraum und WC, der Spielflur dort ist gleichzeitig Fluchtweg zum Spielturm, der auch als Fluchtmöglichkeit im Brandfall fungiert, sonst allerdings vielfältig spielerisch zu nutzen ist mit Rutsche, Kletterwand und Rückzugsort. Der Spielturm steht auch im Mittelpunkt der Außenanlagen; dort gibt es neben vielen Spielgeräten eine Abstellhalle, eine Rennbahn mit Weidentunnel, Hochbeete für die Frischeküche, Fahrradstellplätze, Müllboxen und Regenwasserzisterne.

    Ein neuer "Hintereingang" wurde in den rückwärtigen Teil des Gartens verlegt, pflanztechnisch sind kleinere Anpflanzungen geplant, um die "cleane" Optik der Fassade nicht zu stören. Etwa 50 Kinder beherbergt aktuell der Kindergarten, das neue Gebäude ist allerdings so großzügig konzipiert, wie Ingeborg Wegner erfuhr, dass da belegtechnisch wohl noch gut Luft nach oben ist. Die Baukosten inklusive Außenanlagen und Baunebenkosten bezifferte Krämer abschließend auf 2.42 Millionen Euro, wies aber auch gleich darauf hin, dass einige Fachplaner-Kosten von ihm geschätzt sind.

    Peter Gehring monierte die fehlenden Berechnungen für eine Dach-Fotovoltaikanlage, Simon Stock und Florian Kress sprachen sich gegen das geplante Flachdach aus, das aber – wie Geschäftsleiter Simon Göbel zitierte – 2018  gemeinderätliche Zustimmung erhalten hatte; beide Räte waren sich aber einig, dass damals von einem Pultdach die Rede war. Und auch der Zustand des Kellers kam erneut aufs Tableau. Wolfgang Weller machte der "Fachsimpelei" dann ein Ende und argumentierte, dass es schließlich ja erst mal um baurechtliche Belange ginge und das Vorhaben endlich auf den Weg geschickt werden sollte. Und so gab es einstimmig grünes Licht, der Baubeginn ist fürs Frühjahr 2020 anvisiert, aktuell laufen – wie Doris Gill auf Nachfrage von Bürgermeister Albrecht Hofmann erfuhr – die Anschlussbesprechungen für die Auslagerung der etwa 50 Kindergartenkinder.     

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