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    Gochsheim

    Grundschule erhält energetische Sanierung

    "Grundschule – Mittelschule – Sportmittelschule" steht auf dem Schild. Der Eingang erschließt alle Gebäudeteile des Schulkomplexes mit Grund- und Mittelschule. Tatsächlich ist aber der rechte Flügel der Grundschule fast 40 Jahre älter als der übrige Bau und bedarf einer energetischen Sanierung. Foto: Herbert Markert

    Die Gemeinde hat sich als Schulstandort in den letzten Jahrzehnten ständig weiterentwickelt. Grundschule und Mittelschule im Schulverbund mit den umliegenden Gemeinden sind am Ende der Adam-Riese-Straße in einem vielgängigen Gebäudekomplex untergebracht. Gleich nebenan steht der frisch generalsanierte Sportbau mit Turnhalle und Schwimmbad.

    Rein äußerlich betrachtet steht der Schulkomplex da wie aus einem Guss. Tatsächlich aber ist der Flügel der Grundschule knapp 40 Jahre älter als die anderen Gebäudeteile. Diese ist als "Bau A" im Jahr 1958 entstanden. Erst in den Jahren 1996 und 1997 wurde ein Neubau an das Bestandsgebäude angeschlossen. Zwar wurde in den 40 Jahre alten Bau auch schon damals investiert: neue Böden, neue WC-Anlagen und der Neubau eines Treppenhauses an der Nordseite entstanden mit der Erweiterung. Die Gebäudehülle jedoch blieb unverändert. Zudem machen undichte Stellen im Dachbereich der Gemeinde Probleme.

    Grund jetzt, so Bürgermeisterin Helga Fleischer in der Gemeinderatsitzung, eine energetische Sanierung anzugehen. Damit sollten die Probleme beseitigt werden. Durch Investitionen in Dach, Fassaden und Fenster solle der Wärmeschutz der Gebäudehülle verbessert werden. Der vorhandene Dachaufbau solle durch einen wärmegedämmten Aufbau mit einer Bedachung aus Titan-Zink ersetzt werden, die Fenster gegen neue Aluminiumelemente mit Dreifachverglasung ausgetauscht und auf den geschlossenen Fassadenflächen ein Wärmedämm-Verbundsystem aufgebracht werden.

    Die Zeichen für die energetische Sanierung stünden gut. Über das so genannte "Kommunalinvestitionsprogramm Schulinfrastruktur"(KIP-S) könnte eine staatliche Förderung in Höhe von rund 85 Prozent abgerufen werden. Dazu müsse im nächsten Schritt ein Zuwendungsantrag gestellt werden. Bei der vorliegenden Kostenberechnung von knapp 1,015 Millionen Euro liege der Zuschuss bei etwa 865 000 Euro. Der Eigenbeitrag der Gemeinde rechne sich auf rund 150 000 Euro. Die Maßnahmen müssten bis spätestens Ende 2022 abgeschlossen sein.

    Die Bauverwaltung habe vorgesehen, mit der Ausschreibung im Winter 2019 zu beginnen. Die Umsetzung solle in Teilabschnitten im nächsten Jahr erfolgen, die Hauptarbeiten in den Pfingst- und Sommerferien. So werde der Schulbetrieb am wenigsten beeinträchtigt. Der Gemeinderat stimmte einhellig dafür, den Zuwendungsantrag zu stellen. Schließlich, so Freie Wähler-Sprecher Edwin Hußlein, sei Bildung das wichtigste Gut.

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