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    Waigolshausen

    Gruppenklärschlammentwässerung wird vorangetrieben

    Prüfen lässt die Gemeinde Waigolshausen seit dem Sommer die Anschaffung einer stationären Klärschlammpresse in der Kläranlage Waigolshausen, mit der eine Entwässerung des Klärschlamms aus allen drei Kläranlagen der Gemeinde erfolgen soll. In der jüngsten Gemeinderatssitzung gab Geschäftsleiter Josef Zeißner bekannt, dass diese sogenannte Gruppenklärschlammentwässerung in einer Kostenvergleichsrechnung am positivsten abgeschnitten habe.

    Einstimmig beauftragte der Gemeinderat deshalb das Ingenieurbüro Akut jetzt mit der Erstellung weiterer Planunterlagen. Diese beinhalten für 17207 Euro die Grundlagenermittlung und Vorplanung für eine Gruppenklärschlammentwässerung, für die das Wasserwirtschaftsamt bereits eine hohe Fördermöglichkeit signalisiert hat. Wenn die Planungen vorlägen, stünde die endgültige Entscheidung über die Anschaffung der Presse an, sagte Zeißner.

    Wissen wollte Richard Weidner, wie die Kosten verrechnet würden. Laut Zeißner werde die Einrichtung der stationären Anlage über die Kläranlage Waigolshausen finanziert. Die Entwässerung werde den beiden anderen Kläranlagen dann als Dienstleistung in Rechnung gestellt. Über die Jahre soll so ein finanzieller Ausgleich erfolgen.

    Einsicht in Kostenvergleichsrechnung zugesichert

    Rund 11 500 Euro wurden für klärtechnische Berechnungen und die Kostenvergleichsrechnung bereits ausgegeben, erfuhr Wolfgang Schraut auf Nachfrage. Würde es doch nicht umgesetzt, müssten die Waigolshäuser die bisherigen Kosten alleine tragen, stellte Schraut fest. Er halte den eingeschlagenen Weg trotzdem für richtig. Die von Thomas Steinlein gewünschte Einsicht in die Kostenvergleichsrechnung sicherte die Verwaltung zu.

    Auf der Grundlage des Beschlusses sah die Tagesordnung auch eine Entscheidung zur Größe des künftigen Klärschlammspeichers in Hergolshausen vor. Die wurde allerdings verschoben, weil laut Geschäftsleiter Zeißner die Größe nicht nur von einer möglichen Gruppenklärschlammentwässerung abhängt, sondern noch von weiteren Faktoren. Diese konnten bis zur Sitzung nicht alle abschließend geklärt werden.

    Nicht zum Abschluss gebracht werden konnte auch die erste Änderung und Erweiterung des Bebauungsplans "Obere Honigleite" in Waigolshausen. Weil noch nicht alle Stellungnahmen der beteiligten Behörden und Träger öffentlicher Belange bis zur Sitzung eingegangen waren, wurde deren Behandlung ebenso wie der geplante Satzungsbeschluss mit Zustimmung des Gemeinderates von der Tagesordnung genommen.

    Sitzungsgeld um fünf Euro erhöht

    Einstimmig beschlossen hat der Gemeinderat eine Erhöhung des Sitzungsgeldes von 20 auf 25 Euro. Es ist die erste Erhöhung für die ehrenamtlich tätigen Gemeinderäte seit 2002. Sie tritt ab Mai mit einer Änderungssatzung in Kraft. Im Rahmen des kommunalen Förderprogramms zur Revitalisierung der Ortsteile stellte der Gemeinderat einem Antragsteller aus Hergolshausen eine Förderung für ein schon lange leer stehendes Wohngebäude am Ortseingang in Aussicht. Der Beschluss steht zwar noch unter dem Vorbehalt einer nachträglichen Prüfung der Voraussetzungen, ermögliche dem Antragsteller aber einen vorzeitigen Baubeginn, wie Geschäftsleiter Zeißner erklärte.

    Nach einer Vorberatung im Bau- und Umweltausschuss vergab der Gemeinderat für 94 746 Euro Reparatur- und Sanierungsarbeiten bei verschiedenen Straßen und Wegen. Den Auftrag bekam als günstiger Anbieter die Firma FK aus Knetzgau, die Anfang Mai mit den Arbeiten beginnen will. Gar nicht einverstanden zeigte sich Günther Wehner damit, dass "in Hergolshausen wieder nichts gemacht wird".

    In Waigolshausen entfallen 19 230 Euro auf den Bereich Freihof und Kirchstraße sowie 36 094 Euro auf eine stark beschädigte Betonstraße im Weidenweg, die an den Radweg nach Hergolshausen anbindet. In Theilheim werden für 39 420 Euro die, laut Emile Brehm schon seit vielen Jahren diskutierten, Schäden bei der Ortseinfahrt behoben. Eine Ortsdurchfahrt setze auch andere Prioritäten als eine Straße mit drei Anwohnern, meinte Brehm zur Kritik von Wehner.

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