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    KUNSTHALLE

    Gunter Sachs' Fotosammlung kommt in die Kunsthalle

    Die Fotografie-Sammlung von Gunter Sachs und zahlreiche von ihm selbst gemachte Fotografien werden vom 14. März bis 16. Juni 2019 in der Kunsthalle gezeigt. Sachs, hier rechts auf einem Bild im Jahr 1972 mit Pop-Art-Ikone Andy Warhol, war ein renommierter und preisgekrönter Fotograf. Foto: Estate Gunter Sachs

    Es ist, das kann man mal einfach so in den Raum stellen, das Kunst- und Kulturereignis in Schweinfurt und Unterfranken im Jahr 2019: Kunsthallen-Chefin Andrea Brandl ist es gelungen, erneut eine Gunter-Sachs-Ausstellung nach Schweinfurt zu lotsen.

    In Zusammenarbeit mit dem Institut für Kulturaustausch aus Tübingen zeigt die Kunsthalle vom 14. März bis 16. Juni 2019 einen Teil der Fotografie-Sammlung von Gunter Sachs und zahlreiche seiner eigenen Fotografien. Es ist sozusagen ein Geburtstagsgeschenk, denn die Kunsthalle wird im kommenden Jahr zehn Jahre alt. „Wir freuen uns sehr auf dieses Projekt und auch darüber, dass es große Unterstützung in der Stadtverwaltung und dem Stadtrat hat“, freut sich Andrea Brandl.

    Von November 2013 bis März 2014 zeigte die Kunsthalle die Ausstellung „Sammlung Gunter Sachs“, es war die erfolgreichste Ausstellung in der Geschichte des Museums mit 64 744 Besuchern und 858 Führungen. Ein ähnlicher Erfolg könnte aufgrund der Qualität der Ausstellungsstücke auch das Projekt im kommenden Jahr werden. Gunter Sachs, der 2011 starb, galt durch seinen extrovertierten Lebensstil in den 1950er bis 1970er Jahren als Prototyp des Playboys, war unter anderem mit Filmstar Brigitte Bardot verheiratet. Doch ihn darauf zu reduzieren, wäre ein großer Fehler. Er war nicht nur ein versierter Kunstsammler, sondern auch ein hervorragender Fotograf, der in der Branche anerkannt für seinen Stil war.

    Surreale Akt- und Landschaftsbilder

    Seit 1972 arbeitete Gunter Sachs, der in dieser Zeit eine Kunstgalerie in Hamburg führte, die mit einer Andy-Warhol-Ausstellung eröffnet wurde, professionell als Fotograf. Ein Jahr später sorgte er zum ersten Mal für Aufsehen, nämlich mit der ersten veröffentlichten Aktaufnahme in der französischen Modezeitschrift Vogue. Schwerpunkt seiner Fotografie sind surreale Akt- und Landschaftsaufnahmen, es gibt insgesamt sieben Bildbände dazu.

    Außerdem war Gunter Sachs ein Vorreiter der digitalen Fotografie, beschäftigte sich damit schon Mitte der 1990er Jahre. Für einige seiner Fotografien erhielt er internationale Preise, auch für seine Filme, mit denen er schon Ende der 1950er Jahre begann. In der Ausstellung in Schweinfurt werden sie in einem eigenen Raum gezeigt.

    In der Kunsthalle wird für die neue Sachs-Ausstellung das gesamte Erdgeschoss geräumt. Zu sehen sein werden 200 Fotografien aus seiner Sammlung, unter anderem erstellt von Andreas Feininger oder Andy Warhol sowie 160 eigene Fotografien. Themenschwerpunkte sind Architektur/Stadt, Landschaft, Portrait, Stillleben, Akt, experimentelle Fotografie und künstlerische Mode. Außerdem werden archetypische Kunstwerke zu sehen sein, zum Beispiel von Warhol oder René Margritte. Der Leiter des Instituts für Kulturaustausch, Otto Letze, und sein Team wollen auch die kunsthistorischen Bezüge zeigen, von denen Gunter Sachs in seiner Fotografie beeinflusst wurde.

    Einer der Höhepunkte der Ausstellung wird wieder die Große Halle sein, in der großformatige, von der Decke abgehängte Fotografien von Gunter Sachs in Verbindung mit berühmten Kunstwerken unter anderem von Andy Warhol ein besonderes Eintauchen in die Kunstwelt von Sachs ermöglichen.

    Fotos

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