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    Werneck

    Hamster und Verkehrslärm erfordern Gutachten

    Ausschließlich Bauangelegenheiten hatte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zu beraten. Nach der nunmehr dritten öffentlichen Auslegung des Bebauungsplanentwurfs für das geplante Baugebiet "Am Viehgrund" in Stettbach waren erneut Stellungnahmen von Behörden und Trägern öffentlicher Belange zu behandeln.

    Thema war noch einmal die Lärmbelastung insbesondere durch das nahe Autobahnkreuz A7/A70. Herangezogen werden für das Baugebiet jetzt die höheren Immissionsgrenzwerte der Verkehrslärmschutzverordnung, die sowohl am Tag als auch nachts vier Dezibel mehr zulässt als die geltenden Schallschutzwerte im Städtebau. Zum Ausgleich wird baulicher Schallschutz etwa bei den Fenstern festgesetzt. Die überarbeitete Planung wurde vom Rat bei einer Gegenstimme abgesegnet und muss nun noch einmal öffentlich ausgelegt werden.

    Beim geplanten Baugebiet "Ruppertsfeld III" in Egenhausen war der Bebauungsplanentwurf zum ersten Mal in der öffentlichen Auslegung. Entsprechend zahlreich waren die eingegangenen Stellungnahmen, die der Rat behandeln musste. Auch hier wird behördlicherseits ein Gutachten zur Ermittlung der Verkehrslärmbelastung durch die 900 Meter entfernte Autobahn verlangt. Ebenso muss ein Fachbüro mit einer artenschutzrechtlichen Prüfung zum Hamstervorkommen beauftragt werden. Beidem stimmte der Rat zu.

    Berücksichtigung finden die von den Bewohnern eines Passivhauses vorgebrachten Bedenken. Um eine Beschattung, die das Wärmekonzept ihres Hauses massiv beeinträchtigen würde, zu reduzieren, wird für die beiden gegenüberliegenden Grundstücke im Neubaugebiet eine eingeschossige Bauweise mit Satteldach und Firstrichtung in Nord-Süd festgesetzt. Der Rat sprach sich dafür bei drei Gegenstimmen aus.

    Einzug in die Planung findet auch ein Fußweg, der der von der Menanusstraße aus eine Verbindung zur Flur schaffen soll. Vorgebracht hatten diesen Wunsch der Bauernverband ebenso wie Gemeinderat Peter Kraus. Ein Billigungsbeschluss zur überarbeiteten Planung unterblieb, da eventuelle Auswirkungen der anstehenden Gutachten auf die Planung abgewartet werden sollen.

    Zugestimmt hat der Rat einer Erweiterung des Therapie- und Rehabilitationszentrum im Wernecker Altortbereich Hahnenhof. Laut eingereichtem Bauantrag sollen zwei eingeschossige Anbauten für einen Weiterbildungsraum sowie einen Gymnastikraum entstehen. Zustimmung erteilte der Rat auch drei Bauanträgen für den Bau von Einfamilienwohnhäuser in Schraudenbach, Schleerieth und im Remisberg II in Werneck.

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