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    Schweinfurt

    Hilfe auf dem Bahnsteig

    Ansprechpartnerinnen für Rat- und Hilfesuchende am Gleis 1: Ingeborg Götz und Ingeborg Fuchs. Foto: Arwen Haase

    Der Fahrkartenkauf am Automaten will nicht gelingen, mit Krücken und Gepäck fällt das Umsteigen schwer, ein Formular muss ausgefüllt oder ein Anruf getätigt werden. Für all diese Fälle sind die Mitarbeiter der Bahnhofsmission am Gleis 1 gerüstet. Sie sind da, wenn Reisende Hilfe brauchen - kostenlos. Bei der fünften Vesperkirche St. Johannis am 4. und 5. Februar stellt die Schweinfurter Bahnhofsmission ihre Beratungs- und Hilfsangebote vor.

    „Viele Personen finden sich auf Bahnhöfen nicht zurecht, kennen das Reisen nicht“, sagt Ingeborg Götz, die gemeinsam mit Ingeborg Fuchs die Schweinfurter Anlaufstelle am Gleis 1 leitet und zusammen mit Elmar Rachle und Susanne Brand Ansprechpartner sind. Gerade ältere Menschen hätten oft Probleme beim Ein-, Aus- oder Umsteigen. Aber auch Eltern, Einrichtungen für Kinder- und Jugendliche, wie Internate oder die Agentur für Arbeit, nutzen regelmäßig den Dienst und fragen Hilfe an, heißt es im Presseschreiben.

    Damit alleinreisende Kinder sicher ankommen

    Ehrenamtliche Mitarbeitende begleiten die Reisenden dabei zum nächsten Bahnhof im Umkreis von circa 100 Kilometern. „Bahnhofsmission mobil“ sorgt so dafür, dass Menschen mit körperlichem oder psychischem Handicap sowie Kinder unbeschwert reisen können.

    Am Infotag können sich die Besucher von 11.30 bis 14:30 Uhr über die Geschichte und Aufgaben der Bahnhofmissionen sowie die „Mobile Reisebegleitung“ informieren. Außerdem sucht die Bahnhofsmission im Rahmen der Ehrenamtsakademie der Diakonie Schweinfurt momentan Ehrenamtliche.

    Mitarbeiter mit Nächstenliebe gesucht 

    Neben zeitlicher Flexibilität sollten die Bewerber Nächstenliebe mitbringen, erklärt Ingeborg Fuchs. „Wir nehmen den Menschen mit seinen Stärken und Schwächen an, erklärt sie. „Nicht jeder kann sich darauf einstellen“, entgegnet ihre Kollegin. Ein wichtiger Baustein hierfür seien regelmäßige Fortbildungen. Dazu gehören monatliche Fall- und Teambesprechungen.

    Im Laufe des Jahres gibt es verschiedene Projekte, wie das Stadtteil-Café, das aus einem lockeren Kaffeeklatsch älterer Damen entstanden ist. Einmal im Monat werden Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen abgehalten. Ein fester Termin ist außerdem der „Beauty Day“, der einmal im Jahr stattfindet, so die Pressemeldung abschließend.

    Die Bahnhofsmission stellt sich bei der fünften Vesperkirche St. Johannis am Montag und Dienstag, 4. und 5. Februar, zu den Öffnungszeiten von 11.30 bis 14.30 Uhr an einem Stand vor.

    Bearbeitet von Franziska Schmitt

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