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    SCHWEINFURT / MÜNCHEN

    Humboldtianer sausen auch in Bayern voran

    P-Seminar-Preis 2017       -  Die Schülerinnen und Schüler des P-Seminars „Formel 1 in der Schule“ (Leitfach Physik) des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums haben den bayerischen P-Seminarpreis 2017 bekommen.
    Die Schülerinnen und Schüler des P-Seminars „Formel 1 in der Schule“ (Leitfach Physik) des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums haben den bayerischen P-Seminarpreis 2017 bekommen. Foto: Steffen Leiprecht

    Als „Leuchttürme schulischer Qualitätsarbeit“ hatte die Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Unterfranken, Monika Zeyer-Müller, die Schülerinnen und Schüler des P-Seminars „Formel 1 in der Schule“ des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums vor kurzem bezeichnet. Da hatte sie ihnen den unterfränkischen P-Seminar-Preis 2017 verliehen. Jetzt gab es sogar noch eine Stufe mehr: den bayerischen P-Seminar-Preis 2017.

    Bei einem Empfang in München würdigte Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich die Leistungen der P-Seminare aus Schweinfurt, Erlangen, Lenggries und Rothenburg/Tauber ganz besonders. „Die Schülerinnen und Schüler haben die Projektarbeit mit außerschulischen Partnern hervorragend umgesetzt. Ihre Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen.“

    Beeindruckendes Projekt

    Die Schweinfurter waren mit „Formel 1 in der Schule“, betreut von Physik-Lehrer Benedikt Friedrich, schon mehrfach Objekt der Berichterstattung. Sie haben einen gut 21 Zentimeter langen und 8,5 Zentimeter breiten Modellrennwagen entwickelt, der mit einer CO2-Patrone angetrieben wird. Dabei kommt es nicht nur auf Design und Fahrzeugbau an, sondern auf das Gesamtpaket als Team inklusive Sponsorenfindung und Präsentation.

    50 000 Euro Sponsorengelder von 40 Firmen aus der Region sammelten die Schüler in den vergangenen zwei Jahren ein, sie wurden mit ihrem Projekt bayerischer und deutscher Meister und im Oktober 2016 bei der Weltmeisterschaft im texanischen Austin 16. von 36 Mannschaften. Die Weltmeisterschaft in Amerika WM war eine ganz neue Herausforderung, es musste nicht nur ein neues Auto gebaut werden, sondern die gesamte Präsentation auf Englisch gehalten werden, inklusive einer Fachdiskussion, warum man die Konstruktion so und nicht anders gewählt hatte.

    Die besten von insgesamt 3000 P-Seminaren

    Die vier Preisträger auf bayerischer Ebene wurden aus den 24 P-Seminaren ausgewählt, die in einer Vorrunde von den Ministerialbeauftragten ausgezeichnet worden waren. Für Unterfranken waren das neben den Schweinfurtern auch sowie die P-Seminare des Röntgen-Gymnasiums Würzburg und des Hermann-Staudinger-Gymnasiums in Erlenbach. In der Vorrunde erhielten die prämierten Schulen je 200 Euro Preisgeld. Die vier Gewinner des „P-Seminar-Preises 2017“ erhalten zusätzlich jeweils 500 Euro. Außerdem gab es für die Schulen und externen Partnern eine Trophäe „P-Seminar-Preisträger 2017“. Der P-Seminar-Preis ist eine Initiative des Kultusministeriums mit der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, dem Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft und der Eberhard von Kuenheim Stiftung der BMW AG.

    Georg Eisenreich hob die Bedeutung der P-Seminare hervor: „Bei der Projektarbeit haben die jungen Menschen Teamfähigkeit, Flexibilität und Durchhaltevermögen bewiesen. Eigenschaften, die im späteren Leben sehr wichtig sind.“ In diesem Schuljahr gibt es an bayerischen Gymnasien rund 3000 P-Seminare.

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