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    Dittelbrunn

    Hybridbus soll elektrisch fahren

    Ökologisch verträglich soll der künftige Bürgerbus der Gemeinde sein: Bei drei Gegenstimmen billigte der Gemeinderat einen Ford Plug-In-Hybrid, dessen Elektroantrieb sowohl über Benzinmotor als auch Steckdose geladen werden kann. Kostenpunkt für den Achtsitzer, der deutlich teurer (und einen Sitz kleiner) ist als die angebotenen Dieselvarianten: 51 000 Euro.

    Rainer Patzke hätte das Modell erst einmal geleased, um etwaige Schwächen zu testen. Dies könnte zuschussschädlich sein, meinte Bürgermeister Willi Warmuth. Angepeilt werden 50 Prozent Förderung, maximal 20 000 Euro. Elena Lategahn erinnerte an vorhandene Ladetechnik der Gemeinde.

    Jahresrechnung 2019 im Schnelldurchlauf

    Aufgrund eines Krankheitsfalls in der Verwaltung wurde die Jahresrechnung 2019 im Schnelldurchlauf behandelt: 17,4 Millionen Euro lagen im Verwaltungshaushalt (rund 620 000 Euro mehr als geplant). 7,75 Millionen Euro umfasste der Vermögenshaushalt, dessen Volumen leicht gesunken ist. Dem Vermögenshaushalt wurden vom Verwaltungshaushalt 2,8 Millionen Euro zugeführt, fast doppelt soviel wie veranschlagt. Die Schuldenlast wurde im letzten Jahr von 5,1 auf 4,3 Millionen Euro verringert. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt nun bei 573 Euro.

    Bezüglich der Skateranlage, die unterhalb des Rathauses entstehen soll, gibt es einen ersten Überblick über die Nachfrage bei den Jugendlichen: Die Verwaltung rechnet mit 40 bis 50 Interessenten.

    Das Thema Hallenbad beschäftigte erneut den Rat. Sanierungs-Skeptiker Franz Geus stellte fest, dass er den Entscheid contra Schließung akzeptiere. Dass Bürgermeister Willi Warmuth noch vor der Abstimmung online einen Leserbrief dieser Zeitung verlinkt hatte, der sich für einen Erhalt ausgesprochen hatte, wurde von Geus scharf kritisiert. In diesem Brief seien Zweifel an den von Gemeindeverwaltung und Planer genannten Kosten geäußert worden. Eine Veröffentlichung auf der Gemeinde-Facebookseite widerspreche dem Neutralitäts- und Sachlichkeitsgebot im Bürgermeisteramt, monierte der Freie Wähler: "Da sind Grenzen überschritten worden." Auch eine Lebensgefährdung von Nichtschwimmern wolle er sich nicht nachsagen lassen.

    "Schrittweise Sanierung möglich"

    Es sei um die Information der Bürger gegangen, konterte Warmuth. An den Kosten halte er fest. Der Brief habe unter anderem darauf hingewiesen, dass auch eine schrittweise Sanierung möglich sei.

    Geus will sich nun ans Landratsamt wenden. Verständnis für seine Kritik äußerte Udo Jablonski von der Unabhängigen Fraktion.

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