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    HESSELBACH

    Ignaz Hepp: „Wer einmal mit läuft, kommt immer wieder“

    Diese Entwicklung der Hesselbacher Wandergruppe in einem Zeitraum von rund 15 Jahren hätte niemand vorausgesehen. 2004 brach Walter Bötsch nach seiner Pensionierung als Bürgermeister der Gemeinde Üchtelhausen in der Regel im Monat einmal zu einer Wanderung auf. Im ersten Jahr waren bei den zehn Wanderungen 110 meist Hesselbacher Bürger dabei.

    Im letzten Jahre zählte Ignaz Hepp, der seit dem Tod von Walter Bötsch im Jahre 2013, die Gruppe führt, bei den 22 Wanderungen 858 Teilnehmer. Nicht nur diese Zahl ist gestiegen auch die Herkunft der Teilnehmer hat sich geändert. Zwar kommen sie noch überwiegend aus dem Ort. Meist durch Mundpropaganda oder Ankündigungen nehmen aber auch Einwohner aus Niederwerrn, Madenhausen, Weipoltshausen und Schweinfurt daran teil.

    „Seit der letzten Wanderung sind zwei Personen aus Geldersheim dabei“, berichtet Iganz Hepp. Weiter plaudert der 75-jährige Kenner seiner Heimatregion: „Wer einmal mit läuft, kommt immer wieder zu unseren Wanderungen“. Höhepunkte sind im Wanderjahr das Fischessen, bei dem ein Wanderfreund seinen Räucherofen bei der Familie Hepp im Hof aufstellt und dann allen frisch geräucherte Forellen serviert, und die Waldwanderung durch die heimische Gemarkung zur Jagdhütte eines Jagdpächters mit anschließendem gemütlichen Beisammensein.

    Gleich geblieben sind in all den Jahren die Ziele der Wandergruppe: Erkunden der engeren Heimat und die Pflege der Gemeinschaft. Fröhliche Wanderlieder erklingen bei der Einkehr, die Ignaz Hepp vorher sorgfältig auswählt. Manchmal sorgt beim Singen ein Akkordeonspieler für die Begleitung, aber immer sind die Liederbücher dabei. Diese sind eigens für die Gruppe zusammengestellt und enthalten Wanderlieder, fränkisches Liedgut oder deutsche Schlager der letzten Jahrzehnte.

    Besucht werden alljährlich die Kirchweihfeste rundum, wo meistens am Montagnachmittag der Seniorennachmittag ausgerichtet wird. Ziele waren im letzten Jahr der Pilgerhof Altenmünster, dessen Schließung bevorsteht. „Aber Veronika Schuler, die Verantwortliche dort für den Wirtschaftsbetrieb, hat mir zugesichert, dass sie für uns im März nochmals ein fränkisches Hochzeitsessen kocht“, erzählt Iganz Hepp.

    Ihm ist ganz wichtig, dass diese Unternehmungen den Teilnehmern auch Informationen rund um Natur und Kultur bieten. So war bei der Wanderung zum Ellertshäuser See eine Führung mit Martin Müller von Wasserwirtschaftsamt Bad Kissingen angesetzt und alle konnten Einblick in das Damminnere nehmen. Auf dem Weg nach Hausen kommt die Gruppe immer am ehemaligen Steinbruchgelände im Ottenhäuser Grund vorbei. Schon drei Jahre hintereinander hat Iganz Hepp beim Leiter des Schonunger Forstbetriebs Thomas Helmschrott eine Führung gebucht, weil „immer neue Gäste mit dabei sind und die Renaturierung dieser Fläche als Biotop höchst interessant ist“.

    In Ottenhausen, einem Weiler von Hesselbach, wurde vor der Einkehr in der Tannenberghütte, zunächst die 1952/53 zum Gedenken der im Zweiten Weltkrieg gefallenen Mitbürger errichtete Kapelle besucht.

    In diesem Jahr stehen noch Wanderungen nach Abersfeld, Reichmannshausen, Löffelsterz und der Jahresabschluss im Dezember auf dem Programm. Am 13. November ist das Treffen ausnahmsweise auf einen Dienstag gelegt. Denn nach alter Tradition wird in Hesselbach bis Dienstag das Kirchweihfest gefeiert und da ist ein Treffen der „Montagswanderer“ obligatorisch.

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