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    ÜCHTELHAUSEN

    Immer mehr Zusammenarbeit

    Schon seit Längerem wird mit den Verantwortlichen der Feuerwehren in der Großgemeinde Üchtelhausen eine aktualisierte Form des Feuerwehrbedarfsplanes erörtert. Der Gemeinderat setzte sich mit diesem neu erarbeiteten Plan auseinander und beriet über Anregungen aus dem Kreis der Feuerwehrleute.

    Diese wollte deutlicher formuliert haben, dass bei genügender Personalstärke und vorhandenem Kommandanten mindestens ein Tragkraftspritzenfahrzeug pro Wehr vorhanden sein soll. Das wurde aufgenommen. Auch die Unterscheidung zwischen Nord und Süd wurde gestrichen, so dass die Wehren mehr Freiheiten bei der Zusammenarbeit haben. Inzwischen wurde neben der bestehenden Kooperation von Üchtelhausen und Zell, eine Zusammenarbeit von Hesselbach mit Hoppachshof sowie von Weipoltshausen und Madenhausen vereinbart. Auch der Bitte, dass der Feuerwehrinspektion bei der Beratung des Feuerwehrbedarfsplans im Gemeinderat ein Rederecht eingeräumt wird, kam der Rat nach.

    Gemeinderat Ingo Göllner fragte nach, von welchem Zeitraum man spreche, wenn der Umbau und die Erweiterung des Feuerwehrhauses Üchtelhausen „mittelfristig“ geplant sei. Erst müsse man den Neubau des Feuerwehrhauses in Ebertshausen schultern, danach komme sofort Üchtelhausen, versicherte Bürgermeisterin Birgit Göbhardt. Geschäftsleiter Harald Mantel veranschlagte rund fünf Jahre für die mittelfristige Planung. Noch in dieser Woche habe man einen Termin mit dem Amt für ländliche Entwicklung, kurz darauf einen Architektentermin, Ende 2019 werden die Pläne vorliegen und dann könne mit dem Bau in Ebertshausen begonnen werden. „Wir leben in einer Phase der Hochkonjunktur; alles braucht ein bisschen länger“, erklärte Mantel.

    Steffen Sperber fiel auf, dass bei den schützenswerten Gebäuden die Kapelle in Ottenhausen vergessen wurde; die Verwaltung wird dies nachtragen. Fred Conrad war der Plan nicht zukunftsfähig genug. Das machte er beispielsweise daran fest, dass die Feuerwehrhäuser immer noch in der Dorfmitte vorgesehen seien. Es komme ihm vor wie im Mittelalter, als dort der Dorfbrunnen stand, wo man das Löschwasser holen musste, erklärte er. In Bezug auf das Gebäude in Üchtelhausen fragte er, ob dies überhaupt noch sinnvoll saniert werden könne oder ob man nicht eher an einen Neubau am Ortsrand denken sollte.

    Dass die Ortsmitte durchaus Vorteile hat, erklärte Mantel. Es zähle auch der kürzeste Weg, auf dem die Feuerwehrleute das Haus erreichen und dann einsatzbereit sind. Bürgermeisterin Birgit Göbhardt bat, den Begriff „Umbau und Erweiterung“ im Bedarfsplan, nicht wörtlich zu nehmen. Wenn es soweit sei, dann werde man natürlich prüfen, ob eine Sanierung noch rentabel ist. Da das Gebäude aber so gut und zentral liege, wolle man es erst einmal so lassen. Außerdem sei ein solcher Bedarfsplan immer auch eine Momentaufnahme; er wird alle fünf Jahre evaluiert.

    Der Gemeinderat verabschiedete den Feuerwehrbedarfsplan gegen die Stimme von Fred Conrad, der im Protokoll festgehalten haben wollte, das ihm das Konzept seiner Meinung nach „zu wenig zukunftsträchtig“ sei.

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