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    Dingolshausen

    In Bischwind wird das Wasser deutlich teurer

    In der Gemeinde Dingolshausen wurden die Wasser- und Abwassergebühren neu kalkuliert.  Foto: Lino Mirgeler, dpa

    Alle vier Jahre werden in Dingolshausen die Wasser- und Kanalgebühren neu festgelegt. Aus diesem Anlass legte Kämmerer René Borchardt die aktuellen Kalkulationszahlen der vier kostenrechnenden Einrichtungen vor. Die Gebühren werden jeweils für Dingolshausen und Bischwind getrennt kalkuliert, somit hatte der Gemeinderat vier Beschlüsse zu fassen.

    Laut Borchardt wurden in den jeweiligen Haushalten verschiedene Investitionen im Planungszeitraum berücksichtigt, wie diverse Unterhaltsmaßnahmen, Investitionen in Wasserschiebern, den nicht über die Umlagebescheide gedeckten Teil für die Gerolzhöfer Kläranlage oder die alle zehn Jahre vorgeschriebene Kanalinspektion.

    Darüber hinaus wurde bei der Kalkulation der Wassergebühren der gestiegene Einkaufspreis der Fernwasserversorgung berücksichtigt. Der Preis für einen Kubikmeter Wasser stieg von 1,05 auf 1,20 Euro an.

    Entscheidend für die Neuberechnung der Gebühren ist auch die Höhe der noch vorhandenen Rücklage im jeweiligen Gebührenhaushalt, die bei kostenrechnenden Einrichtungen nach und nach aufgebraucht wird. Letztlich führt die Neukalkulation zu stabilen Gebühren bei den Kanalgebühren und zu steigenden Preisen bei der Wasserversorgung.

    Das bedeutet für den größeren Gemeindeteil Dingolshausen weiterhin eine Gebühr von  1,60 Euro pro Kubikmeter Abwasser und künftig 1,40 Euro pro Kubikmeter Frischwasserverbrauch. Die Wassergebühr lag bisher bei 1,20 Euro und steigt somit um 0,20 Euro.

    Rücklage ist aufgebraucht

    In Bischwind bleibt die Abwassergebühr mit einem Euro pro Kubikmeter auf niedrigem Niveau ebenfalls stabil. Die extrem günstige Wassergebühr von 0,80 Euro kann jedoch aufgrund der aktuellen Zahlen nicht länger gehalten werden. Diese Gebühr, die  erheblich unter dem Einkaufspreis liegt, konnte bisher durch den Rücklagenabbau dargestellt werden. Da diese mittlerweile aufgebraucht ist, bringt die  Neukalkulation eine andere Situation.

    Der Gemeinderat diskutierte ausführlich, wie diese in den Gebühren Berücksichtigung finden kann, und beschloss zum einen eine Anhebung der Grundgebühren auf die gleiche Höhe wie in Dingolshausen und zum anderen eine Erhöhung der Verbrauchsgebühren. Die Grundgebühr beträgt in Zukunft bis 2,5 Kubikmeter 72 Euro pro Jahr (bisher 48 Euro), bis sechs Kubikmeter 108 Euro pro Jahr (bisher 72 Euro), bis zehn Kubikmeter 144 Euro pro Jahr (bisher 96 Euro) und bis 15 Kubikmeter 216 Euro pro Jahr (bisher 144 Euro). Die Verbrauchsgebühr steigt von 0,80 Euro auf 1,30 Euro.

    Die vier Beschlüsse wurden einstimmig gefasst und Bürgermeister Lothar Zachmann bedankte sich beim Kämmerer für die arbeitsintensive Neukalkulation.

    Kosten für FFW-Einsätze

    Diese musste René Borchardt auch in Bezug auf die Satzung über Aufwendungs- und Kostenersatz für Einsätze und andere Leistungen der gemeindlichen Feuerwehren vornehmen. Sie wird von den Gemeinden insbesondere für Einsätze, Sicherheitswachen und das Ausrücken aufgrund missbräuchlicher Alarmierung oder Fehlalarmen erhoben und umfasst auch die  Inanspruchnahme der Feuerwehr für freiwillige Leistungen, die nicht zu den Pflichtaufgaben gehören.

    Allerdings wird für Einsätze, die unmittelbar der Rettung oder Bergung von Menschen und Tieren dienen, kein Kostenersatz erhoben. Aufgrund eines Prüfvermerks bei der überörtlichen Rechnungsprüfung wurden die Streckenkosten und die Ausrückestundenkosten für die vorhandenen Feuerwehrfahrzeuge neu berechnet. Dies tat der Kämmerer in Zusammenarbeit mit Kommandant Alexander Finster.

    Die errechneten Sätze liegen alle unter denen der Mustersatzung des Bayerischen Gemeindetages, wie der Kämmerer betonte. Für das Löschfahrzeug der Dingoshäuser Wehr bedeutet das beispielsweise Streckenkosten von 5,96 Euro pro Kilometer Wegstrecke und einen Ausrückestundenkostensatz von 91,66 Euro.

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