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    Werneck

    Insektenhotel für Kindergartenkinder

    Insektenhotel-Übergaben der ÜZ Unterfranken an den Kindergarten Marienau Werneck Foto: Bernhard Wegscheid

    Am Donnerstag veranstaltete Susanne Gräfin Finck von Finckenstein für die Kinder des Kindergartens Marienau in Werneck eine naturkundliche Führung über das Kindergarten-Areal. Mit einem "Insektensauger", einem Fangnetz für fliegende Insekten oder einem "Sprungtuch" für vom Baum fallende Insekten gingen die Kinder den Insekten ihrer Umgebung auf die Spur. Die Lupenbecher machten Ameisen zum Elefanten und feine Fühler zu einem prächtigen Geweih.

    Gerd Bock, Geschäftsführender Vorstand der Unterfränkischen Überlandzentrale (ÜZ) Mainfranken, hatte sich an diesem Tag zur Übergabe eines Insektenhotels angemeldet. Im Gespräch mit den Kindern bemerkte er, dass "Insektenhaus" der passendere Ausdruck sei, denn die Insekten sollen möglichst lange darin verweilen.

    Gräfin von Finckenstein meinte zum Zweck der Insektenhäuser: Sie dienten nur vordergründig den Tieren als Nistplatz oder Unterschlupf, den fänden sie ja auch anderswo. Sinn sei es vielmehr, die Aufmerksamkeit und die Neugier der Menschen zu wecken. Nicht nur für das Insektenhaus, sondern für die ganze Natur.

    Viele Gäste im Insektenhaus

    Am Insektenhaus wird sich nämlich schnell Spannendes tun: Verschiedenste Insekten werden bald einziehen. Eine harmonische Hausgemeinschaft wird das sein, keiner tut dem anderen etwas. Der eine bleibt vielleicht nur kurz, der andere bleibt länger, genießt den Unterschlupf, sorgt für Nachwuchs, ist im Winter gut geschützt. Acht Teilfelder sind mit Materialien gefüllt wie Holzwolle, Kiefernzapfen, Hohlrohr von Schilf oder Holunder, dick und dünn, auch Holzspäne, sowie leere "Apartments", welche sich die Insekten dann selbst herrichten werden. Zu Gast werden wohl sein: Ohrenkneifer, Käfer, Wespen, Wildbienen, Schmetterlinge, Marienkäfer, Florfliegen und viele mehr. Ein feiner Netzdraht schützt die Insekten vor Fressfeinden.

    Von Finckenstein hatte mit der Kindergartenleitung im Vorfeld schon über einige anstehende Notwendigkeiten bezüglich eines guten Umfelds für das Insektenhaus gesprochen. Der Platz sollte sonnig sein, vor Wasser geschützt und sich in einem artenreichen Umfeld befinden. Hierfür haben Eltern der Kinder schon 100 Euro spendiert, entsprechende Pflanzen und Pflanzensamen sind ebenfalls griffbereit.

    Das Insektenhaus wurde von der Unterfränkischen Überlandzentrale (ÜZ) Lülsfeld dem Kindergarten Marienau übergeben. Weitere Kindergärten werden folgen. Die Idee brachten junge Mitarbeiter der ÜZ ein, welche von ihren eigenen Kindern wissen, wie interessant ein Insektenhaus ist. Gebaut werden die Häuser von sozialen Einrichtungen, wie zum Beispiel der Lebenshilfe Schweinfurt. Die Kosten trägt die ÜZ.

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