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    Kreis Schweinfurt

    Jahresrückblick 2019: Landratswahlkampf nahm mächtig Fahrt auf

    Schon früh schickte die CSU Lothar Zachmann als Herausforderer von Landrat Florian Töpper (SPD) ins Rennen. Im Dezember kam es zu einem großen Schlagabtausch.
    Lothar Zachmann (Mitte) wird am 3. Mai 2019 als CSU-Landratskandidat nominiert. Links CSU-Kreisvorsitzende Anja Weisgerber, rechts Staatssekretär Gerhard Eck.
    Lothar Zachmann (Mitte) wird am 3. Mai 2019 als CSU-Landratskandidat nominiert. Links CSU-Kreisvorsitzende Anja Weisgerber, rechts Staatssekretär Gerhard Eck. Foto: Josef Schäfer

    Das Jahr 2019 war auch das Jahr des Vorwahlkampfs für die Kommunalparlamente, die am 15. März 2020 gewählt werden. Bei den Bürgermeistern wird es einige Wechsel geben, da zehn Amtsinhaber nicht mehr antreten. Und besonders beachtet wird die Landratswahl, die nach Jahrzehnten wieder zusammen mit der Kreistagswahl stattfinden wird. Die Protagonisten brachten sich in diesem Jahr schon mal in Stellung.

    Zachmanns Zuhör-Tour

    Bereits im Mai kürte die CSU mit Lothar Zachmann den Herausforderer von Florian Töpper (SPD). Als Wahlkampfthemen platzierte er die Prognos-Studie, die die Lebensumstände in Landkreisen und kreisfreien Städten bewertet. Das Schweinfurter Land sei vom 96. Rang auf Platz 217 zurückgefallen. Er will die Altersgruppe der 15- bis 30-Jährigen ansprechen, die überproportional aus dem Kreis wegziehen. Außerdem müssten Projekte schneller vonstatten gehen, wie etwa beim Neubau des Berufschulzentrums und der Konversion der ehemaligen Conn-Kaserne bei Geldersheim. Anschließend ging Zachmann auf Zuhör-Tour, um die Probleme der Menschen anzuhören und sich selbst bekannt zu machen. Der Preis der Kandidatur: Er gibt seinen Bürgermeisterposten von Dingolshausen auf.

    Freude und Erleichterung über 100 Prozent: Die SPD hat Landrat Florian Töpper am 11. Oktober 2019 zum Kandidaten für die Wahl 2020 gekürt. Es freuen sich dabei auch Schonungens Bürgermeister Stefan Rottmann (links) und SPD-Kreisvorsitzender Kai Niklaus.
    Freude und Erleichterung über 100 Prozent: Die SPD hat Landrat Florian Töpper am 11. Oktober 2019 zum Kandidaten für die Wahl 2020 gekürt. Es freuen sich dabei auch Schonungens Bürgermeister Stefan Rottmann (links) und SPD-Kreisvorsitzender Kai Niklaus. Foto: Josef Schäfer

    Amtsinhaber Töpper setzte derweil auf seinen Amtsbonus und verwies auf die Bilanz seiner Amtszeit, die bis Mai 2020 dann über sieben Jahre angedauert haben wird. Er bezeichnete diese Zeit als erfolgreiche Jahre. Die Zahl der Jobs sei gestiegen, das derzeit entstehende Mobilitätskonzept werde zu einem "Avantgarde-Projekt". Und er rückte das Thema Bildung in den Vordergrund mit den Hinweis auf den Neubau des Berufsschulzentrums und die Installation von Jugendsozialarbeit an Schulen. Die Grünen haben Töpper zwar nicht, wie vor dessen Wahlsieg 2012, offiziell zu ihrem Kandidaten gemacht, unterstützen ihn aber. Ebenso die Freien Wähler. Zudem hat sich ein Kreis Unterstützer gebildet, der aus ehemaligen Bürgermeistern – auch aus der CSU – und anderen Persönlichkeiten des Landkreises bestehen.

    Eskalation im Kreistag

    Kaum waren die ersten Personalien entschieden, machte der Wahlkampf fast vor keiner Sitzung des Kreistags oder einer seiner Ausschüsse halt. Dort vertrat Zachmann meist die Fraktion. Eskaliert ist die Auseinandersetzung in der Sitzung kurz vor Weihnachten, als Zachmann Töpper beim Thema Konversion der Conn-Barracks an dessen Amtseid erinnerte. Töpper verwahrte sich gegen den Eindruck, er würde seinen Eid brechen.

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