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    Bergrheinfeld

    Jenseits der Sprache:Bergrheinfelder Kulturwoche eröffnet

    Eine Bilderausstellung der besonderen Art ist bei der Bergrheinfelder Kulturwoche unter dem Titel "Jenseits der Sprache" zu sehen. Das Foto zeigt (von links) Landrat Florian Töpper, Joachim Schaffer-Suchomel, Bürgermeister Ulrich Werner und zweiten Bürgermeister Dieter Wagner.  Foto: Horst Fröhling

    Im Rahmen einer Vernissage eröffnete Bürgermeister Ulrich Werner am Sonntagabend die 24. Bergrheinfelder Kulturwoche. Kulturarbeit sei Bildungs- und Sozialarbeit, betonte der Bürgermeister vor rund 120 Besuchern in der Gemeindebibliothek. Diese sei auch eine freiwillige Pflichtaufgabe der Gemeinde, in wirtschaftlich guten und schlechten Zeiten, und gleichzeitig ein "weicher" Stand-ortfaktor.

    Werner dankte den rund 40 Sponsoren für die finanzielle Unterstützung und dem Vorbereitungsteam unter der Leitung von Birgit Grob. Die breit gefächerte Kulturarbeit in Bergrheinfeld werde unterstützt von vielen ehrenamtlichen Helfern aus den kulturtragenden Vereinen. Durch kulturelle Veranstaltungen bleibe die Gemeinde attraktiv.

    Landrat Florian Töpper freute sich über die große Anziehungskraft, die die Bergrheinfelder Kulturwoche auch für viele Landkreisbürger habe. Als Kommunalpolitiker müsse man Kultur unterstützen, denn diese sei eine ganzheitliche Bereicherung der Gesellschaft als Gegenpart zum rauen Wind, der zurzeit oft zwischen den Menschen herrsche, obwohl uns es gut gehe. Kulturförderung sei sehr wichtig, auch der Landkreis werde hier einsteigen.    

    Zweiter Bürgermeister Dieter Wagner sprach für die wegen eines Trauerfalls verhinderte Verwaltungsleiterin Birgit Grob, die zusammen mit ihrem Team die Vorbereitung gestemmt hat. Die Bergrheinfelder Kulturwoche bleibe ihrem Konzept treu und biete einen Streifzug durch verschiedene musikalische Genres. Das Programm für die 25. Kulturwoche im kommenden Jahr sei bereits vorbereitet.

    Joachim Schaffer-Suchomels Töchter Katharina (Text) und Joanina (Tanz) zeigten in einer beeindruckenden Vorführung die positiven und negativen Bilder, die aus der menschlichen Seele kommen. Foto: Horst Fröhling

    In der Ausstellung "Jenseits der Sprache" zeigt der Künstler Joachim Schaffer-Suchomel eine Woche lang im Ratssaal des Zehnthauses seine Bilder. Er ist in Bergrheinfeld kein Unbekannter. Sein Vater Franz Schaffer, Lehrer und später Leiter des Staatlichen Schulamts Schweinfurt, malte seit seinem Ruhestand und hatte bei der ersten Bergrheinfelder Kulturwoche seine Bilder ausgestellt.

    Der Künstler, der auch als Persönlichkeitscoach arbeitet, stellt die Bilder in den Mittelpunkt der menschlichen Seele. Damit könnten negative Erlebnisse in positive transformiert werden, erklärte er. Dunkle Bilder würden so zu hellen und freundlichen. So habe er auch den Selbstmord seines Bruders im Jahr 1984 verarbeiteten können.

    Zum Ausdruck brachten dies auch seine Töchter Katharina und Joanina mit einer Rezitation verbunden mit einem Tanz. "Was in mir ist, will nach außen", so Schaffer-Suchomel. Heute male er helle Bilder und habe eine positive Einstellung zum Leben. Man dürfe sich von nichts und niemanden hinunterziehen lassen, betonte er.

    Weitere Informationen zu den Veranstaltungen in dieser Woche gibt es unter Tel. (09721) 970013 oder unter www.bergrheinfeld.de.

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