• aktualisiert:

    RÖTHLEIN

    Kampfhunde müssen immer an die Leine

    Einstimmig erteilte der Gemeinderat einer formlosen Bauvoranfrage eine Absage. Bereits zum dritten Mal lag die geplante Errichtung eines Mehrfamilienhauses in der Röthleiner Barthstraße auf dem Ratstisch, 2013 noch unter anderem Bauherren und mit 18 mal 11 Meter wesentlich kleiner dimensioniert – damals gab es grünes Licht.

    2015 dann lehnte der Gemeinderat ab. Geplant war ein Mehrfamilienwohnhaus mit einer Grundfläche von 32 mal 20 Meter und damit viel zu groß für das Baugebiet dort. Nun eine neue Anfrage für ein Familienwohnhaus mit drei bis vier Stockwerken und einem Pultdach und den Grundmaßen 15 mal 25 Meter. Doch auch das war dem Gemeinderat zu mächtig, dazu hatten die Angaben für Petra Jakob zu „viele Unbekannte“, zudem konnte Jürgen Lorenz mit den vorgelegten Skizzen nichts anfangen.

    Auch wenn es – so Bürgermeister Albrecht Hofmann – natürlich interessant sei, Baulücken zu schließen, werde der bestehende Bebauungsplan zu arg strapaziert. Das, so Hilmar Kirch, könne man den Nachbarn nicht antun, die sich daran gehalten haben.

    Einstimmig grünes Licht gab es dann für die Aufstockung eines bestehenden einstöckigen Wohnhauses in Röthlein und die in Aussicht gestellte Befreiungen für Dacheindeckung (Trapezblech), Dachform und -neigung (Pultdach) und Überschreitung der vorgeschriebenen Vollgeschosse (zweistöckig), vorausgesetzt die Zustimmung der Nachbarn liegt dann vor.

    Aus formalen Gründen stellte Planer Artur Metz in der Gemeinderatssitzung erneut den Bebauungsplan „Industriegebiet Etzberg III. Abschnitt“ vor. Bereits Ende Mai hatte sich der Gemeinderat mit dem Thema befasst, nun lagen die benötigten Stellungnahmen und Gutachten vor, die im neuen Planentwurf als geringfügige Änderungen integriert und abschließend vom Gemeinderat einstimmig gebilligt wurden. Der Bebauungsplan geht nun erneut für 14 Tage in die verkürzte Offenlage.

    Neuerlass der Hundeverordnung

    Bereits im Juni hatte der Gemeinderat eine neue Hundehaltungsverordnung erlassen, allerdings äußerten einige Gemeinderäte den Wunsch, von Fachseite Informationen über die Möglichkeiten im Umgang mit großen Hunden und Kampfhunden einzuholen. Möglich ist nämlich auch der Erlass einer strengeren Verordnung mit verkürzter Leinenführung und Sicherheitsabstandsregelung zum Wohngebiet.

    Im Klartext heißt das: Statt der ursprünglich festgelegten Leinenlänge von drei Metern sind Kampfhunde und große Hunde mit einer Schulterhöhe von mehr als 50 Zentimetern im gesamten Wohngebiet, in öffentlichen Anlagen und auf allen Straßen im Gemeindegebiet an einer reißfesten, maximal 1,50 Meter langen Leine zu führen. Darüber hinaus hat der Gemeinderat jetzt mehrheitlich eine 100 Meter breite Sicherheitszone zwischen Wohnbebauung und Auslaufgebiet beschlossen, in der besagte große Hunde ebenfalls an der Leine geführt werden müssen. Kampfhunde müssen im gesamten Gemeindegebiet immer an der Leine geführt werden. Die Verordnung tritt zum 1. September in Kraft.

    Bürgermeister Albrecht Hofmann informierte das Gremium über den Termin der nächsten Bauausschusssitzung am 20. September um 18 Uhr. Jürgen Lorenz monierte das Parken von Wohnwagen und Bootsanhängern an öffentlichen Straßen, die laut Auskunft der Verwaltung nur insgesamt 14 Tage am gleichen Platz stehen dürfen. Lorenz wünschte zu diesem Thema eine Bekanntmachung im Amtsboten.

    Ingeborg Wegner plädierte für ein Hinweisschild zur Benutzung der Straßenseite am Kreisel Richtung Schwebheim und bat die Gemeinde im Namen verschiedener Bürger, die Streuobstwiese diesmal etwas früher zu mähen, das erste Fallobst liegt schon.

    Simon Stock erkundigte sich nach dem Stand der Dinge beim maroden Gernacher Weg von Hirschfeld nach Gernach, der wird wohl laut bürgermeisterlicher Auskunft im Gemeindestraßen-Programm inkludiert, auch die Gemeinde Kolitzheim hat da schon eine Beteiligung signalisiert. Vorgestellt wird demnächst auch, so eine Anfrage Simon Stocks, das Städtebaukonzept in Abstimmung mit Gewässerentwicklungskonzept. In dem Zusammenhang warb Peter Gehring für die langfristige Terminplanung und rechtzeitige Bekanntgabe, da ja eine Öffentlichkeitsbeteiligung anvisiert ist.

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!