• aktualisiert:

    Röthlein

    Kandidaten-Porträt: Peter Gehring für Röthlein

    Bürgermeisterkandidat Peter Gehring möchte ein Anwalt für die Belange der Bürger sein. Er tritt  für die CSU und die Freie Wählergemeinschaft Hirschfeld an.
    Gute Gespräche und Schafkopf – für den Hirschfelder Peter Gehring ist das DJK-Sportheim ein Lieblingsort. Foto: Daniela Schneider

    "Aller guten Dinge sind drei", schmunzelt Peter Gehring und meint damit seine Bürgermeister-Kandidatur. Bereits 2008 und 2014 hatte sich der Hirschfelder zur Wahl um den Chefposten im Röthleiner Rathaus gestellt, nun tritt er erneut für die ortsteilübergreifende CSU und die Freie Wählergemeinschaft Hirschfeld an, deren Liste er auch anführt.

    Kurz vor dem 41. Geburtstag ist Peter Gehring der jüngste Bewerber im Kandidatenquartett, bringt aber dennoch eine große Portion politischer Erfahrung mit: Seit zwölf Jahren sitzt er im Röthleiner Gemeinderat, seit sechs ist er dazu dritter Bürgermeister, schon früh hat er sich bei der katholischen Jugend und im Kreisjugendring jugendpolitisch engagiert.

    Wie alle anderen Kandidaten durfte sich natürlich auch der Hirschfelder für das Porträt einen Lieblingsplatz aussuchen. Eine leichte Aufgabe: Für ihn ist das das Sportheim der DJK Hirschfeld, deren Vorsitzender er auch ist. Dort findet das "dörfliche" Leben statt, dort treffen sich die Bürgerinnen und Bürger; im Sommer im idyllischen Biergarten mit Blick auf den Main, im Winter in der Wirtsstube. Ein wichtiger, geselliger Mittelpunkt, den es, findet Gehring,  in jedem Ortsteil geben sollte, um Dinge zu besprechen oder Spaß zu haben, wie bei den regelmäßigen Schafkopf-Runden, die er momentan aus zeitlichen Gründen eher selten besuchen kann.

    Leiter des Schullandheims in der Rhön

    Gehring spielt gerne, ein Bekannter schleppt immer wieder neue Gesellschaftsspiele an, doch bis heute ist es das "Tauschen, Bauen und Handeln" der "Siedler von Catan", das bei Gehring auf der Favoritenliste ganz oben steht, gleich neben Prag, seiner Lieblingsstadt.  Aktuell allerdings ist es die Vereinsarbeit, das ehrenamtliche Engagement als stellvertretender CSU-Ortsvorsitzender, DJK-Vorstand und Kassier der Umweltstation KjG-Haus-Schonungen, die für den gebürtigen Hirschfelder die Sparte "Hobby" ausfüllen. Der studierte Betriebswirt leitet in der Rhön das Schullandheim der Diözese, die Thüringer Hütte, ein Verantwortungsposten mit wirtschaftlich wie pädagogisch verantwortungsvollen Aufgaben. Und umfangreicher Verwaltungsarbeit, die ihn, wie er betont, auf den Posten des Bürgermeisters gut vorbereitet hat.

    Um der großgemeindlichen Bevölkerung einen Eindruck seiner Arbeit zu vermitteln, hat Gehring im letzten November Busfahrten zur Thüringer Hütte organisiert, eine etwas andere Wahlwerbung, die 150 Interessierte angelockt hat. "Eine schöne Gelegenheit", resümiert der Bürgermeisterkandidat, um in lockerer Atmosphäre "nah am Bürger zu sein", um ganz ungezwungen nachzufühlen, wo vielleicht "der Schuh drückt".  Wer Peter Gehring im Gemeinderat erlebt, weiß, dass er den Dingen auf den Grund geht, nachfragt und  beharrlich bleibt, charakteristische Eigenschaften, die vielleicht manchmal nerven, wie er grinsend zugibt, aber für ihn selbstverständlich sind, versteht er sich doch als "Anwalt" für die Dinge, die er anstößt.

    Die Gemeinderatsarbeit macht ihm auch nach zwölf Jahren noch immer "viel Spaß", geändert hat sich, so sein Lob an die Verwaltung,  dass man einfacher an Informationen kommt. Vereine, Umwelt, Kinder und Senioren, neue Wohnformen und Bildung – das sind die Themen, für die sich Gehring als Bürgermeister stark machen möchte. Als Grundvoraussetzung für das Amt sieht Gehring die eigene Authentizität, sprich, gelebte Werte wie Glaubhaftigkeit,  Ehrlichkeit und Konsequenz und meint damit, dass man stets zu dem stehen sollte, was man verspricht.

    Ein Wahlkampf-Motto hat er nicht, möchte sich aber dafür einsetzten, dass die Bürgerinnen und Bürger in allen drei Ortsteilen wirklich "gerne leben". Trotz der zufriedenen Rückmeldungen beim Tür-zu-Tür-Wahlkampf und des vom Landkreis aufgelegten neuen Mobilitätskonzeptes weiß Gehring, dass es gerade in den beiden kleineren Ortsteilen – als Stichwort nennt er die Nahversorgung – noch einiges zu tun gäbe;  Peter Gehring hat da einige Ideen.      

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!