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    Michelau

    Kandidaten im Porträt: Michael Wolf für Michelau

    Seit sechs Jahren gehört Michael Wolf dem Gemeinderat von Michelau an. Er möchte die vom Gremium bereits angestoßenen Projekte fortführen – künftig aber als Bürgermeister.
    Michael Wolf im Wohnzimmer seines Eigenheims in Michelau. Der Forstwirtschaftsmeister will Bürgermeister seiner Gemeinde werden.
    Michael Wolf im Wohnzimmer seines Eigenheims in Michelau. Der Forstwirtschaftsmeister will Bürgermeister seiner Gemeinde werden. Foto: Klaus Vogt

    "Mit dem Bürgermeisterwechsel wird sich in der Gemeinde nicht alles großartig verändern", sagt Michael Wolf. Der aus Neuhausen gebürtige 46-Jährige, der jetzt in Michelau wohnt, gehört seit sechs Jahren dem Gemeinderat an und weiß, dass das derzeitige Gremium mehrere Projekte in der mittelfristigen Planung schon auf den Weg gebracht hat, die den neuen Gemeinderat und den neuen Bürgermeister die nächste Zeit noch beschäftigen werden. Der Forstwirtschaftsmeister, der beim Forstbetrieb Ebrach als Ausbilder arbeitet, traut sich zu, die anstehenden Großprojekte zu stemmen – und tritt am 15. März als Bürgermeisterkandidat in Michelau an. 

    Zu den Projekten, die bereits aufs Gleis gesetzt worden sind, gehören laut Wolf der aktuelle Bau der Veranstaltungshalle der Gemeinde bei der ehemaligen Schule und die laufende Dorferneuerung. Der Ausbau der Ortsdurchfahrten von Hundelshausen und Altmannsdorf samt dortiger Dorferneuerung werde wohl in den Jahren 2022 bis 2023 über die Bühne gehen. Wichtig sei auch das interkommunale Hochwasser-Rückhalteprojekt, bei dem Michelau als Projektträger fungiere. Bürgermeister Siegfried Ständecke haben in den zurückliegenden 18 Jahren eine sehr gute Arbeit geleistet, betont Wolf, der als seine Hobbies Faustball und seine Pferdepension zwischen Michelau und Prüßberg angibt. Ständecke habe die Gemeinde in finanziell schwieriger Situation übernommen, "und jetzt sind wir nahezu schuldenfrei". 

    Gute Kommunikation

    Wenn er zum Bürgermeister gewählt wird, will Wolf die Bürgerinnen und Bürger bei allen Themen mitnehmen. "Denn wenn sie informiert sind und wissen, um was es geht, dann unterstützen sie es auch." Deshalb sei eine gute Kommunikation in der Gemeinde sehr wichtig, "damit wir miteinander und nicht übereinander reden". "Die Dorfgemeinschaft liegt mir am Herzen", umreißt Michael Wolf, der auf der Liste der Wählergemeinschaft Michelau und Sudrach auch als Gemeinderat kandidiert, einen weiteren Schwerpunkt seiner künftigen kommunalpolitischen Arbeit. "Unsere Vereine und Zusammenschlüsse müssen unterstützt werden." Diese seien Garanten für die Lebensqualität in den Dörfern.

    Es sei aber auch wichtig, dass die Gemeinde die Innenentwicklung im Blick habe. Gerade in den Altorten gebe es schon mehrere Leerstände, die mittelfristig sogar noch deutlich zunehmen könnten, weil in mehreren Gehöften nur noch alleinstehende, ältere Personen wohnen. "Wir brauchen hier ein Förderprogramm der Gemeinde", macht Wolf klar. Ziel müsse es sein, mit finanzieller Hilfe der Gemeinde die Leerstände wieder einer neuen Wohnnutzung zuzuführen, um eine Verödung der Dorfkerne zu verhindern.  

    Es fehlen Bauplätze

    Parallel zur Innenentwicklung werde man aber auch in kleinem Umfang Neubaugebiete ausweisen müssen, denkt Wolf. "In Hundelshausen und in Altmannsdorf fehlen schon jetzt Bauplätze." Ziel müsse es sein, dass sowohl durch das Förderprogramm der Innenentwicklung als auch mit neuen Bauplätzen die Jugend die Möglichkeit habe, "hierbleiben zu können". Gleiches gelte für die Senioren, die auch im Alter im Dorf bleiben sollen. Es sei allerdings schwierig, weiß Wolf aus seiner Erfahrung als Gemeinderat, hier einen Träger für die Seniorenbetreuung zu finden.

    Die örtlichen Feuerwehren müssten modernisiert werden, macht Wolf deutlich. "Das ist ein großes Anliegen von mir." Es sei zwingend notwendig, den Zustand des Feuerwehrhauses in Michelau zu verbessern – entweder mit einem kompletten Neubau oder durch einen Umbau des bestehenden Gebäudes. Die Feuerwehren seien die wichtigsten Vereine im Dorf.

    Feuerwehrbedarfsplan

    Um belastbare Diskussionsgrundlagen zu bekommen schlägt der 46-Jährige, der verheiratet ist und zwei Kinder hat, vor, einen fundierten Feuerwehrbedarfsplan erstellen zu lassen. "Denn wenn wir heute Geld ausgeben, dann sollte dies auch noch in 20 Jahren sinnvoll sein." Das Problem, dass es keinen Atemschutzträger in der Gemeinde gebe, müsse gelöst werden. Allerdings seien tagsüber, "wenn die Leute auf der Arbeit sind", nur wenige Feuerwehrleute vor Ort, die bei einem Ernstfall dann auch ausrücken können. Eine Lösung könnte sein, dass man hier mit Nachbargemeinden zusammenarbeitet und "eine Atemschutz-Gemeinschaft bildet".

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