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    Werneck

    Kandidaten im Porträt: Sebastian Hauck für Werneck

    Er ist selbstbewusst und engagiert: Nach sechs Jahren als Gemeinderat will Sebastian Hauck auf den Chefsessel im Wernecker Rathaus. Wie er die Zukunft gestalten will.
    Hier ist Sebastian Hauck gerne, am Dorfsee in Schnackenwerth. Beim Anglerverein hat er schon als Jugendlicher angepackt. Jetzt will er politisch anpacken und Bürgermeister der Marktgemeinde Werneck werden. Foto: Anand Anders

    Er packt's forsch an: Sebastian Hauck will Bürgermeister der Marktgemeinde Werneck werden und hat sich eigens dafür ein "'Wahlkampfauto" zugelegt. Mit seinem Konterfei und dem CSU-Logo und dem Slogan "Ihr Bürgermeister für die Zukunft unserer Gemeinde" darauf. Das fällt auf. Der Kandidat stellt aber gleich klar: "Es ist ein Mietwagen." Beklebt von einem befreundeten Folientechniker.

    Und er will's wissen: Sebastian Hauck fokussiert sich nur aufs Bürgermeisteramt, kandidiert nicht mehr für den Gemeinderat. "Ich bin ein direkter Mensch, entweder ganz oder gar nicht." Der 36-Jährige aus Schnackenwerth, der bereits eine Periode im Gemeinderat war, ordnet alles seinem "großen Ziel" unter.

    Wir treffen uns mit dem CSU-Bürgermeisterkandidaten am Schnackenwerther Dorfsee. Das ist sein Lieblingsplatz. "Hier bin ich gerne." Hier blühen im Sommer die Seerosen. Hier hat er schon als Kind Forellen und Karpfen geangelt. Hier hat er beim Bau des Vereinshäuschens mitgeholfen. Hier packt er auch jetzt noch an, wenn er gebraucht wird.   

    Sebastian Hauck war schon immer ein Macher. Als 16-Jähriger stieg er bei der Laienschauspielgruppe ein, mit 18 Jahren übernahm er den Vorsitz des Angelvereins. Er kickte in der Fußballmannschaft und ist heute Trainer der U9-Jugendmannschaft. Auch mit der Feuerwehr rückt er aus. 2014 begann seine kommunalpolitische Karriere. Über die Ortsliste Schnackenwerth zog er in den Marktgemeinderat ein. Die CSU/Freie Wähler-Fraktion ernannte ihn gleich zu ihrem Sprecher. Vor einem Jahr trat er dann in die CSU ein. Und als man ihn dann fragte, ob er als Bürgermeister kandidieren wolle, musste er nicht lange überlegen. "Das traue ich mir voll und ganz zu." 

    Sebastian Hauck ist sich der "großen Herausforderung", die größte Gemeinde im Landkreis Schweinfurt mit über 10 000 Einwohnern und 13 Ortsteilen zu führen, durchaus bewusst. "Davor habe ich Respekt." Doch er hält sich für gut gewappnet. Als Gemeinderat habe er viel Erfahrung sammeln und einiges mitbewegen können. Als Bürgermeister möchte er nun die 13 Gemeindeteile weiter voran- und enger zusammenbringen. Bürgernähe und Menschlichkeit sind ihm dabei sehr wichtig.

    Ganz oben auf seiner Agenda steht die Gemeindeentwicklung und hier die Verwirklichung der für alle Ortsteile mit den Bürgern erarbeiteten Leuchtturmprojekte. "Das kostet viel Geld und geht nicht alles auf einmal", aber die Richtung sei vorgegeben. Auch wirtschaftlich soll es weiter vorwärts gehen und bei Bedarf das Gewerbegebiet an der A 70 erweitert werden. Beim Thema Wohnen setzt Hauck auf "Innen vor Außen". Neue Baugebiete sollen bedarfsgerecht ausgewiesen werden.

    Daneben gibt es jede Menge Pflichtaufgaben abzuarbeiten, angefangen von Straßen- und Kanalsanierungen über Radwegebau bis hin zur Hallenbadsanierung. Ein klares Bekenntnis gibt  Sebastian Hauck für das Gemeindekrankenhaus ab. "Es muss unbedingt erhalten werden." Auch einen Seniorenbus würde er gerne installieren. Als ehemaliger Zivildienstleistender im Kreisaltenheim liegen ihm die Senioren besonders am Herzen. Die Jugend ist ihm aber genauso wichtig. Nicht nur die Kindergärten sollen finanziell unterstützt werden, auch die Vereine in ihrer Jugendarbeit.

    "Kommunalpolitik macht mir Spaß", sagt der Berufsschullehrer, der an der FOS/BOS in Schweinfurt Wirtschaftspädagogik unterrichtet, verheiratet ist, drei Kinder hat und in Schnackenwerth im Eigenheim wohnt. Dafür nimmt er auch in Kauf, dass Freizeitvergnügen ein stückweit auf der Strecke bleiben. Fürs Theaterspielen werde er wohl nicht mehr so viel Zeit und Herzblut investieren können, wenn er zum Bürgermeister gewählt werden sollte. Das bedauert der 36-Jährige schon, denn die Laienschauspielgruppe sei ein "tolles Team".

    Auf seiner Wahl-Homepage im Internet verspricht Sebastian Hauck aber, dieses Herzblut dann als Bürgermeister für die Marktgemeinde Werneck zu investieren. 

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