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    SCHWEINFURT

    Anmietung städtischer Räume: SPD fordert einheitliche Regel

    Viele Vereine, Verbände und Organisationen verfügen über keine eigenen Räume. Wenn eine Veranstaltung ansteht, dann ist oft die Frage: Wohin gehen wir? Dass dabei auch die Stadt ein gefragter „Partner“ ist, ist logisch, sie besitzt Räume, Säle, Hallen und Anlagen. Nur: Es wurde in den Jahren immer Mal wieder etwas beschlossen, eine einheitliche Regelung für die Überlassung städtischer Räume und Anlagen gibt es aber nicht.

    SPD-Stadtrat Thomas End sieht hier Bedarf. Er hat eine umfangreichen Fragenkatalog ans Rathaus geschickt mit dem Ziel, aufgrund der bisher bekannten Beschlüsse eine Zusammenstellung der Bedingungen und Preise für die verschiedenen städtischen Räume und Anlagen zu veröffentlichen. Eine solche könnte den interessierten Gruppen, Vereinen und Verbänden Hilfestellung bei der Planung von Veranstaltungen geben, meint End. Und: Auch für die Verwaltung könnten von End angeregte Merkblätter eine Hilfe bei der Bearbeitung von Anfragen darstellen.

    Aus bisherigen Beschlüssen einen übersichtlichen Katalog erstellen

    Der SPD-Stadtrat erinnert in seinem Schreiben an die Stadtverwaltung an eine Reihe ihm noch geläufiger Beschlüsse: Am 27. März 2001 hat der Stadtrat die Mietpreise für Fremdveranstaltungen im Theater nach der Euro-Umstellung festgelegt; der Ferienausschuss vom August 2008 beschloss, für verschiedene Räume auf die Erhebung einer Kaltmiete unter gewissen Bedingungen zu verzichten; schließlich legte der Haupt- und Finanzausschuss fest, dass ab 1. Januar 2013 für die Benutzung der Rathausdiele für Veranstaltungen von Vereinen und Verbänden auf die Berechnung von Heiz- und Hausmeisterkosten verzichtet wird. Personalkosten für Küchen-, Service- und Garderobenkräfte sollen aber weiter nach geltenden Sätzen in Rechnung gestellt werden.

    End will nun wissen, welche städtischen Räume für externe Veranstaltungen existieren, ob und an wen und zu welchen Anlässen diese für nicht-städtische Veranstaltungen zur Verfügung gestellt wurden/werden. Er fordert Auskunft über die Lage, Größe, Bestuhlungsmöglichkeiten und Anzahl der Besucher pro Veranstaltungsort. Außerdem bittet er um Infos zur jeweiligen Barrierefreiheit und Zuständigkeit – Rathaus, SWG oder Theater.

    Auch die Vermietung von Plätzen interessiert die SPD

    End will wissen, wie viele Veranstaltungen und Vermietungen es in den aufzulistenden Räumen der Stadt in den letzten zehn Jahren gegeben hat, wie hoch der jeweilige Auslastungsgrad war und welche Einnahmen aus diesen Vermietungen jeweils erzielt wurden.

    Auskunft erbittet des weiteren zu diesen Fragen: Sind Eigenleistungen für die Benutzer denkbar und wenn ja, in welcher Form? Wie oft und aus welchen Gründen mussten Anfragen für welche Räume negativ beantwortet werden? Plant die Verwaltung einen einheitlichen Entwurf der notwendigen Angaben für eine Benutzungsanfrage?

    Einen solchen Katalog soll es darüber hinaus auch für alle städtischen Plätze und Anlagen geben. End nennt als Beispiele den Marktplatz, Georg-Wichtermann-Platz, Deutschhof-Marktplatz und den Wildpark an den Eichen. Der SPD-Stadtrat erhofft sich Antworten in einer der nächsten Stadtratssitzungen.

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