• aktualisiert:

    Üchtelhausen

    Kaufmannsware sorgte für eine Überraschung

    Sie harmonierten perfekt. Die Üchtelhäuser Holzbläser im Hintergrund von links Angelika Liebenstein, Arnold Nicklaus, Veronika Weck, Sofie Mai und Christine Hering. Und die "Kaufmannware" (von links vorne) Angelika Enders, Edith Hüttner und Leiterin Ilona Zirkelbach. Foto: Ursula Lux

    Es hat schon Tradition, dass die Üchtelhäuser ihre Weihnachtszeit in der Kirche mit einem Konzert der Holzbläser und dem Auftritt der Sternsinger beschließen. Dabei werden die Musiker nicht nur von Jahr zu Jahr besser, sie sind auch immer für eine Überraschung gut.

    Heuer heiß diese Überraschung "Kaufmannsware" und kam aus Bischofsheim in der Rhön. Die beiden Schwestern Angelika Enders und Edith Hüttner mit Tochter Ilona Zirkelbach sangen zwischen den Musikstücken der Holzbläser A Cappella. Und es passte perfekt. Sie sangen ebenso warm, harmonisch und weich wie die Bläser mit Querflöte, Klarinetten, Saxophon und Fagott zusammen spielten.

    Auch in der Auswahl der Musikstücke harmonierten die Sängerinnen mit den Musikern. War der erste Teil eher klassisch mit Mozart, Beethoven, Mendelssohn Bartholdy, so wurde es dann modern. Auf die drei Nüsse für Aschenbrödel, die die Holzbläser zum Besten gaben, sangen die "Kaufmannsware" ein flottes "Jingle Bells", bevor die Holzbläser mit der Popballade "Heal the World" von Michael Jackson und "Iwill follow him" aus dem Musical Sister Act ihre Zuhörer mitrissen. Die Sängerinnen ließen daraufhin mit "Joyfully Sing" das Lob Gottes erklingen.

    Zum Marschrhythmus von Pomp and Circumstance zogen die Sternsinger ein. Sie brachten die Grüße zum neuen Jahr. Und ein Hauch von jenem "Märchenhaften" das Angelika Liebenstein die Leiterin der Holzbläser in ihrer Begrüßung beschrieben hatte, zog durch den Kirchenraum. Gemeinsam mit den Sternsingern erklang dann zum Abschluss der Weihnachtszeit das bekannte Lied, "Nun freut euch ihr Christen". Jetzt sangen alle mit und die Freude wurde nicht nur besungen, sie war spürbar.

    Neben "Kaufmannsware" und Holzbläsern zeigte auch Ernst Jampen an der Orgel wieder, was alles in dieser Königin der Instrumente steckt. Beim traditionellen Schlusslied der "Petersburger Schlittenfahrt" zeigten die Sängerinnen, dass sie durchaus mehr können als nur singen, sie griffen zu Klarinette, Tuba und Flügelhorn, Alfons Liebenstein zur Trompete und so erklang in Blech und Holz schwungvoll das, was das Wetter heuer noch nicht zuließ, die Schlittenfahrt. Und zwar mit Zugabe, denn die Begeisterung des Publikums über dieses Konzert war groß.

    "Was dürfen wir froh sein, dass wir so eine Gruppe haben", betonte Monsignore Emil Heßdörfer. Mit ihr sei die Freude der Weihnachtszeit noch einmal erlebbar geworden, meinte er, bevor er den kirchlichen Segen spendete. Wie in jedem Jahr wollten die Holzbläser diese Freude mit denen teilen, die Hilfe nötig haben.

    Heuer baten sie um Spenden für das Hilfswerk "Thara India". "Thara" bedeutet "Stern" und einen solchen will der Verein nach Indien tragen und dort  Kindern und Jugendliche ermöglichen, die Schule zu besuchen, um  so die Chance zu haben, später einen Beruf zu ergreifen und sich und ihre Familien ernähren zu können.

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!