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    STADTLAURINGEN

    Kein Straßenteiler am Ortseingang

    Im Zuge der Dorferneuerung in Sulzdorf werden auch die Randbereiche von Straßen und Platzflächen neu gestaltet. Das Büro Arc Grün aus Kitzingen stellte dem Gemeinderat die entsprechenden Planungen vor. Demnach soll die Ortseinfahrt von Stadtlauringen kommend ihre Platzfunktion behalten, mit Pflaster und Grünflächen aber optisch besser gestellt werden.

    Ob eine Rundbank um einen ortsbildprägenden Baum sinnvoll ist, stellte Oswald Schneider in Frage. Die Erfahrungen aus Ballingshausen hätten gezeigt, dass sich Bürger bei Unterhaltungen lieber gegenüber sitzen als in wegschauender Rundanordnung.

    Am östlichen Ortseingang beginnt an der Stelle, wo ein Fronleichnams-Altar aufgestellt wird, eine Mauer zu bröckeln. Sie soll durch Muschelkalk-Blöcke ersetzt werden. Der Liborius-Wagner-Platz soll besser nutzbar gemacht werden. Durch eine Mauer soll eine Aufenthaltsfläche entstehen.

    Brunnen soll Wasser fördern

    Der Brunnen soll wieder Wasser fördern. Zudem wird die Kirchentreppe erneuert. Der Platz wird ausgeleuchtet und die Kirche nachts illuminiert. Um den Ortsmitten-Charakter auch optisch hervorzuheben soll die Teerfläche der Straße in diesem Bereich aufgehellt werden. Das Buswartehäuschen soll gleichzeitig als Informationsstand dienen.

    Die Viehwaage wird wohl ersatzlos abgerissen werden. Ein Nachbar möchte sein Anwesen umbauen, und dabei stört die an seine Garage angebaute Waage. Da diese keinen historischen Wert aufweist, würde sich die Gemeinde einem Abriss nicht verstellen. Der Platz davor soll aber begrünt und mit zwei Gehölzen versehen werden. Auch das derzeit brach liegende Volleyballfeld soll begrünt werden. Die Pflege will die Sulzdorfer Ortsbürgerschaft übernehmen.

    Nicht genehmigungsfähig

    Markus Kohlhepp fragte nach der einst angedachten Fahrbahntrennung zur Geschwindigkeitsreduzierung am Ortsausgang Richtung Wettringen. Ralph Schäfner vom Büro Arc grün antwortete, dass eine Kostenberechnung bereits vorgelegen habe. Das Staatliche Bauamt habe aber bei einem Sicherheitsaudit festgestellt, dass die Ausführung so nicht genehmigungsfähig sei.

    Eine ander Variante wäre nach Schäfners Aussage nicht möglich gewesen, sodass diese Idee wieder verworfen wurde. Zugesichert wurde aber eine durchgängige Fahrbahnbreite im Ort von sechs Metern, um landwirtschaftliche Fahrbewegungen nicht einzuschränken. Der Ortseingang von Altenmünster kommend wird in Absprache mit dem Kreisbauamt gestaltet, der noch in diesem Jahr die Kreisstraße erneuern möchte.

    Insgesamt wird der Ausbau der Randbereiche mit Ortsdurchfahrt 1,3 Millionen Euro kosten. Der Anteil des Marktes beträgt 660 000 Euro. Ursprünglich war ein Baubeginn zwischen November 2018 und Februar 2019 angedacht. Da die TV-Befahrung der Kanäle aber noch aussteht, könne sich der Baubeginn verzögern.

    Kanäle untersucht

    In Fuchsstadt sind die Kanäle bereits untersucht worden. Wie Erika Stubenrauch vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Königsberg vor dem Gemeinderat erklärte, sind die Hauptleitungen weitestgehend in Ordnung. Über 1200 Meter Mischwasserkanal wurden mit Kamera befahren und 292 Meter Regenwasserkanal. Mehr Sorgen bereiten die Grundstückseinleitungen. Hier werden des Öfteren punktuelle Sanierungen nötig sein. Diese könnten durch Injetionsmaßnahmen oder Kurzliner erfolgen und so ohne Oberflächenöffnungen vonstatten gehen. Ihre Haltbarkeit gab Stubenrauch mit mindestens 15 Jahren an.

    Um den Löschweiher in Altenmünster mit Fördermitteln umgestalten zu können, muss sich ein solcher in Besitz der öffentlichen Hand befinden. Bislang ist er jedoch Eigentum der Flurbereinigungsgenossenschaft Altenmünster, die nicht Förderbezugsberechtigt ist.

    Löschweiher umgestalten

    Der Löschweiher soll deshalb an den Markt Stadtlauringen übertragen werden. Bei einer Übernahme müsste aber auch ein Ausgleich für die ebenfalls übergehenden Unterhaltskosten erfolgen. Hierbei war vorgesehen, die geschätzten Unterhaltskosten von der Flurbereinigungsgenossenschaft einzufordern. Idealerweise würden dann die Jagdgenossen, der Obst- und Gartenbauverein oder die Dorfgemeinschaft die anfallenden Unterhaltsarbeiten übernehmen und hierfür vom Markt die von der Flurbereinigungsgenossenschaft erhaltenen Unterhaltskosten ausbezahlt bekommen.

    Der Vorstand der Flurbereinigungsgenossenschaft Altenmünster hat nun Bedingungen für die Eigentumsübertragung an den Markt Stadtlauringen und den damit verbundenen Ausgleich der laufenden Unterhaltskosten erarbeitet. Diesen wurden bis auf einige kleine Änderungen zugestimmt.

    Zu beraten hatte der Gemeinderat, ob er an der Förderinitiative „Innen statt Außen“ zur Belebung von Ortskernen teilnehmen möchte. Grundsätzlich könnten damit die bereits bestehenden Fördersätze nochmals erhöht werden. Es gibt aber auch Bedingungen. Nur wer sich verpflichtet, vorrangig Innenentwicklung zu betreiben, erhält im Rahmen der Initiative einen Förderbonus von 20 Prozentpunkten, was einer Erhöhung des Fördersatzes von 60 auf 80 Prozent entspräche.

    Bezuschusst werden innerörtliche Maßnahmen, die einen Beitrag zum Flächensparen leisten. Dazu zählen insbesondere gemeindliche Maßnahmen und kommunale Förderprogramme für Modernisierung, Instandsetzung und ggf. Abbruch innerörtlicher, leer stehender oder vom Leerstand bedrohter Gebäude sowie die Modernisierung und Instandsetzung von privaten Baudenkmälern und Ortsbild prägenden Gebäuden. Voraussetzung für die Gewährung von Mitteln im Rahmen der Förderinitiative ist das Vorliegen eines gemeindlichen Selbstbindungsbeschlusses zur Innenentwicklung.

    Kleines Baugebiet

    Im Markt Stadtlauringen kämen demnach die Sanierung Marktplatz 16 und die Neuordnung der Einmündung Am Wereth/Schweinfurter Straße mit Abbruchmaßnahmen in Betracht. Wie Bürgermeister Friedel Heckenlauer ausführte sei lediglich die Ausweisung eines kleinen Neubaugebietes im Gemeindeteil Altenmünster geplant, Stadtlauringen hätte somit gute Chancen in das Förderprogramm aufgenommen zu werden.

    Zweiter Bürgermeister Winfried Reß argwöhnte jedoch, dass die Fesseln bezüglich weiterer Neubaugebiete zu eng angelegt werden könnten. Es müsse überall auch weiterhin die Möglichkeit für Neubaugebiete bestehen bleiben.

    Da derzeit zu den konkreten Rahmenbedingungen der Förderinitiative noch keine abschließende Aussage gemacht werden kann, wurde am Ende lediglich ein Grundsatzbeschluss über die Bewerbung beschlossen. Die Entscheidung über den möglichen Selbstbindungsbeschluss erfolgt dann nach Vorliegen aller nötigen Informationen.

    Bearbeitet von ner ner

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