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    Obereuerheim

    Kein "Zwang zur Blühfläche" auf verpachteten Äckern

    "Geht hin und stellt Euch zur Wahl", lautete der Appell von Vizebürgermeister Wolfgang Eller vor der Aussprache in der Bürgerversammlung. Ähnlich wie zuvor in Grettstadt, wo sich Ortsgemeinderat Günter Birkner "traditionell" bei Gemeinderat und Bürgermeister bedankt hatte, mahnte Eller einen fairen Umgang mit der Gemeindespitze an. Obereuerheim sei mit vier Sitzen im Kommunalparlament vertreten, diese starke Stellung solle erhalten bleiben.

    Rund 70 Bürger waren im Sportheim anwesend, inklusive Gemeinderäte, vor dem Wahljahr 2020 (das Amt des Bürgermeisters steht erst in zwei Jahren wieder zur Disposition). Es gab zwei schriftliche Vorab-Anfragen: Dieter Englert erkundigte sich nach dem genauen Personalstand der Gemeinde und den Kosten pro Kopf. Es gibt Schwankungen bei den Zahlen. Aktuell wurden 18 Vollzeit- und 48 Teilzeitbeschäftigte gezählt. Ewald Vögler verwies auf saisonalen Wechsel, etwa bei den drei gemeindeeigenen Kindergärten. Für Details sollte im Rathaus nachgefragt werden.

    Des Weiteren hakte Englert bei einer Bürgermeister-Aussage zum Neubau des Feuerwehrhauses Grettstadt nach, wonach bei dem 2,4-Millionen Euro-Projekt Eigenleistungen nur schwer möglich seien. "Bei den Außenanlagen sind Eigenleistungen denkbar", bekräftigte Vögler. Beim Feuerwehrhaus Obereuerheim sei zwar viel selber gebaut worden, aber: "Das war vor 15 Jahren." Es sei um 240 000 Euro gegangen, als Glücksfall habe es auf der Baustelle handwerkliche "Man Power" gegeben.

    Eine längere Stellungnahme ist von Robert Orth zum Thema Straßenreinigungspflicht eingegangen.

    Emma Schneider fragte nach dem SeniVita-Seniorenheim: Ob Tages- und Kurzzeitpflege mit angeboten werde. "Es wird Pflegemöglichkeiten geben", ist Vögler überzeugt, womöglich würde dieses Angebot "zugekauft".

    Artur Brand wunderte sich über ein Hackschnitzel-Lager an der alten Dürrfelder Straße. Die Hackschnitzel aus dem Wald würden von einer Firma zwischengelagert, so Vögler, und hätten mit der eigenen Anlage nichts zu tun: "Es gehört uns nicht." Selbstbedienung sei dort ebenfalls tabu.

    Dem Wunsch an die Gemeinde, landwirtschaftliche Flächen als Blühstreifen für Bienen zur Verfügung zu stellen, erteilte der Bürgermeister eine Absage. Bei gemeindlicher Verpachtung habe jeder Landwirt ein anderes, längerfristiges Vertragsmodell. Die Kommune könne (und wolle) solche Verträge nicht einfach lösen. Sie mache schon viel, etwa an Bachläufen. Und die Verantwortung liege bei jedem einzelnen: Stichwort Steingärten. "Ein Landwirt muss auch von seiner Fläche leben können, er hat genug um die Ohren", so der Redner. Dafür gab es Zwischenapplaus.

    Moniert wurden abgestellte Anhänger und andere Gerätschaften auf einer Pferdekoppel.

    Dieter Englert hat von einer Steigerung der Verletzten-Zahlen erfahren bei Verkehrsunfällen auf Gemeindegebiet. Davon sei der Gemeinde nichts bekannt, womöglich liege es an der Autobahn.

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