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    Grettstadt

    Kiga für Unter- und Obereuerheim: Drei mögliche Standorte

    So langsam trennt sich der Spreu vom Weizen, auf der Suche nach dem Ersatzstandort für die in die Jahre gekommenen Kindergärten in Unter- und Obereuerheim. Per Abstimmung nahm der Gemeinderat drei Flächen in die engere Auswahl. In den nächsten Wochen soll eine "Rankingliste" der Verwaltung, nach Wertigkeit der Grundstücke, erstellt werden. Bürgermeister Ewald Vögler berichtete von einem "Brainstorming aus der Bürgerschaft". Unter anderem wurden bei einer Versammlung in Obereuerheim Ideen vorgebracht. Für Gemeinderat Wolfgang Eller war es dort, Anfang September, etwas zu sehr um das Thema "An- und Abfahrt" gegangen: "Das Auto hat bei uns einen Wahnsinns-Stellenwert". Man rede über einen Kindergarten.

    Größere Erbengemeinschaft

    Auf der Karte standen zwei mögliche Standorte in Untereuerheim zur Vorentscheidung: einmal Richtung Weyer, am Neubaugebiet Baumgärten, dann eine Gemeindefläche im Süden, vom Nachbarn Obereuerheim aus gesehen rechts am Ortsrand. Mit 11 zu 3 Stimmen blieb diese Fläche auf der Liste, der Standort Richtung Weyer entfällt.

    In Obereuerheim gab es mehrere Flächen. Ein Geländestreifen rechts der Straße von Ober- nach Untereuerheim wurde aufgrund zu geringer Tiefe verworfen. Vögler verwies zudem auf eine größere Erbengemeinschaft, mit der die Gemeinde sich an dieser Stelle hätte einigen müssen. Im Süden neu hinzugekommen war eine Wiese am Hofsee: der Rat entschied sich mehrheitlich gegen das Überschwemmungsgebiet. Heinrich Lindner wollte den Standort nicht vorschnell aufgeben. "Wir wissen nicht, wie wir gründen müssten", meinte Vögler zum nassen Untergrund, ebenso müssten Ausgleichsflächen geschaffen werden. "Drin" im Entscheidungsprozess bleibt ein Areal an Dürrfelder Straße und Sperkenweg, ebenso eine ehemalige Gärtnerei, am Ortsrand westlich der Untereuerheimer Straße.

    Umrüstung auf LED-Leuchten

    Noch in diesem Jahr ausgetauscht werden 299 Kofferleuchten, in der Straßenbeleuchtung aller Gemeindeteile: Die Umrüstung auf LED-Leuchtköpfe schlägt mit rund 123 000 Euro zu Buche, deutlich weniger als die Kostenberechnung (140 000 Euro). In einer zweiten Phase sollen 2020 die Peitschenleuchten ausgewechselt werden, mit einem staatlichen Zuschuss wird gerechnet. 65 Prozent Förderung gibt es beim Kindergarten-Neubau in Grettstadt, allerdings nur für die förderfähigen Kosten: Es fließen 818 000 Euro, bei einem Gesamtaufwand von zwei Millionen Euro. "Wir werden 2020 mit dem Feuerwehrhaus nicht fertig", teilte Vögler zum anderen Grettstädter Großprojekt mit, wo das Büro baurconsult die Fachplanung, das Büro Perleth den architektonischen Teil übernimmt. Die Feuerwehr sei in jedem Fall involviert, ausgeschrieben werden soll im nächsten Frühjahr.

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