• aktualisiert:

    Sömmersdorf

    Kindergartenverein ernennt Otto Seuffert zum Ehrenvorsitzenden

    Abschied und Neubeginn kennzeichneten die Jahreshauptversammlung des Kindergartenvereins St. Johannes in Sömmersdorf, bei der Vorsitzender Otto Seuffert nach 32 Jahren aufhörte. Dabei waren (von links): neuer zweiter Vorsitzender Christian Federlein, neuer Vorsitzender Markus Seuffert, Bürgermeister Arthur Arnold, Thekla und Otto Seuffert, dazwischen scheidender zweiter Vorsitzender Markus Stahl, Prälat Bernold Rauch, Kirchenpfleger Reinhard Stahl, Kassenführerin Sandra Garbe und Schriftführerin Carolin Schraud. Foto: Silvia Eidel

    Der Kindergarten Sankt Johannes Sömmersdorf ist sein Kind: Otto Seuffert stand dem Trägerverein seit seiner Gründung vor 32 Jahren ununterbrochen vor, arbeitete als "Mann der ersten Stunde" beim Neubau des Kindergartengebäudes mit und sorgte seither für den Betrieb. Mit vielen Ehrungen wurde er in der Jahreshauptversammlung des Vereins verabschiedet.

    Seit der Gründung des Sankt Johannes-Vereins 1987 hat Otto Seuffert Verantwortung übernommen, hat sich ehrenamtlich um bauliche und praktische Angelegenheiten rund um den Kindergarten am Passionsweg gekümmert, hat Betreuungspersonal eingestellt oder sich mit dem BayKiBiG, dem Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz, auseinandergesetzt. Angesichts des immer komplexer werdenden Unternehmens bekannte der fast 70-Jährige: "Mir wird das langsam zuviel".

    Aber er hat für eine Nachfolge gesorgt: Sein Sohn Markus Seuffert wurde von der Versammlung im katholischen Pfarrsaal zum neuen Vereinsvorsitzenden gewählt. Den bisherigen Stellvertreter Markus Stahl ersetzt künftig Christian Federlein. Im Amt bestätigt wurden Kassenführerin Sandra Garbe und Schriftführerin Carolin Schraud. Nach 32 Jahre Kassenprüfung hörte Peter Keller auf, dem Simon Kübler folgt. Wolfgang Pfister, ebenfalls von Anfang an dabei, wurde erneut in dieses Amt gewählt.

    Erinnerung an die Anfänge

    Markus Stahl ließ die Ereignisse von damals Revue passieren, erinnerte an die Initiative für einen Kindergarten, die der damalige Pfarrer Bernold Rauch gleich nach seinem Amtsantritt 1986 ergriffen hatte. 59 Gründungsmitglieder hatten sich 1987 zusammengefunden. Seuffert, damals Pfarrgemeinderatsvorsitzender, hatte den Vorsitz des neuen Fördervereins St. Johannes übernommen, begleitet vom damaligen Stellvertreter Reinhard Stahl, dem heutigen Kirchenpfleger. "Wir sind dann von Haus zu Haus gegangen und haben Spenden für den Kindergarten gesammelt und neue Mitglieder gefunden", ergänzte Seuffert den Rückblick.

    Im Oktober 1987 war Baubeginn, im April 1988 der Kindergarten bereits fertiggestellt und im September eingeweiht. Viele freiwillige Helfer hatten Eigenleistungen erbracht, im Wert von 79 000 DM, wie Seuffert wusste. Und abschließend wurden drei Schweine für ein Helferfest geschlachtet.

    Für seine Verdienste ernannte der Verein Otto Seuffert unter kräftigem Applaus der etwa 50 Versammelten zu seinem Ehrenvorsitzenden. Eine weitere Ehrung überreichte in Vertretung des erkrankten Ortspfarrers Markus Grzibek der damalige Ortsgeistliche Bernold Rauch, der eigens aus Bad Neustadt gekommen war: Das Ehrenzeichen der Caritas in Gold.

    Ortsnäheprinzip favorisiert

    So wie Pfarrer Grzibek seinen Dank durch Markus Stahl aussprechen ließ, so würdigte auch Prälat Rauch den Einsatz Seufferts. Er erinnerte daran, dass damals die Sömmersdorfer Kinder zweimal am Tag mit dem Bus in den Euerbacher Kindergarten gefahren worden waren. Aber weil es genügend Kinder im Gemeindeteil gab, weil das "Ortsnäheprinzip" favorisiert wurde, wie Bürgermeister Arthur Arnold wusste, war der Förderverein gegründet worden.

    Kindergartenleiterin Andrea Herzog blickte in Reimform auf "King Ottos" Verdienste zurück und sprach im Namen der vier Betreuerinnen und der 28 Kinder den Wunsch aus, dass er oft in "seinem" Kindergarten vorbeischauen möge. Auch der Elternbereit dankte in Form eines auf Urlaub weilenden Nikolaus für den Einsatz.

    Bürgermeister Arnold lobte die gute Zusammenarbeit und die Verlässlichkeit Seufferts. Zudem habe er die Gemeinde nie über Gebühr beansprucht. Für die Ortsvereine sagte Robert König, Vorsitzender des Passionsspielvereins, Danke.

    Er hinterlasse einen runderneuerten Kindergarten, sagte Seuffert. Im vergangenen Jahr seien schallschluckende Platten im Gebäude angebracht, die Erneuerung des Fallschutzes im Garten begonnen worden. Bei den Passionsspielen habe der Verein mit 44 Helfern gemeinsam mit dem Sportverein die Getränkeversorgung der Gäste übernommen. Die Einnahmen sorgen mit dafür, dass die Elternbeiträge niedrig bleiben. Ganz loslassen konnte der scheidende Vorsitzende aber noch nicht: Er machte "seiner" Mannschaft deutlich, dass man im Frühjahr gemeinsam den Fallschutz noch fertigstellen werde.

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!