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    Gochsheim

    Klage über Verschmutzungen

    Das Bürgergespräch der Gemeinde spiegelte eine grundsätzliche Zufriedenheit der Senioren mit ihrem Dorf. Es gibt nur ein größeres Problem, das sprach Manfred Manger an. "Die Verschmutzungen an der katholischen Kirche und der Kindertagesstätte und der Vandalismus am Jugendzentrum werden immer schlimmer." Bürgermeisterin Helga Fleischer kämpft seit langem gegen den zunehmenden Vandalismus. Es habe schon zwei Runde Tische mit Vertretern des Jugendamtes und der Polizei gegeben, berichtete sie. Die Sicherheitsfirma gehe häufig an den neuralgischen Punkten vorbei, jedoch meist ohne Erfolg, denn die Jugendlichen warnten sich per Handy und würden kurz untertauchen. Die Polizei komme sehr schnell und auch die Personalien der meisten Jugendlichen seien längst aufgenommen, aber "uns sind die Hände gebunden", erklärte Fleischer. Inzwischen plane man gemeinsam mit den Nachbargemeinden, die ähnliche Probleme vermelden, sogar einen Streetworker einzustellen, der aber koste 80000 Euro im Jahr. Man prüfe derzeit Fördermöglichkeiten. Jürgen Sander warnte davor, diese Jugendbande mit den Jugendlichen der Gemeinde gleichzusetzen. Keiner dieser randalierenden Jugendlichen sei in einem Verein engagiert. Schon im Kindergarten sei zu spüren, dass man heute eben auch andere Eltern habe. War früher ein Sozialarbeiter für die Hauptschule schon fortschrittlich, so brauche man heute schon einen in der Grundschule.

    Fleischer betonte ebenfalls, dass die Gemeinde "viele tolle Jugendliche" habe. Erst beim Synergiefestival hätten die Mittelschüler gezeigt wie informiert und engagiert sie beispielsweise in Sachen Umwelt sind. In Bezug auf die randalierende Bande von ca. 20 jungen Leuten bat sie immer die Polizei zu verständigen. Dort kenne man das Problem und die Polizisten kämen zuverlässig vorbei. Auf keinen Fall sollten die Senioren selbst auf diese Jugendlichen zugehen.

    Des Weiteren sprachen die Senioren vor allem Verkehrsfragen an. So wies Konrad Halbig darauf hin, dass ein absolutes Parkverbotsschild in der Wetterichstraße total verdreht sie. Elfriede Thomas fragte nach, ob den die Einfahrt zum Haus Nummer vier in derselben Straße auch mit gepflastert würde. Die Bürgermeisterin bat sie am kommenden Donnerstag zu einer Informationsveranstaltung für die Anwohner zu kommen, dort könne dies gleich mit dem Bauunternehmen geklärt werden.

    Erich Waldherr wollte wissen warum bei den Pflasterarbeiten in der Schwebheimer Straße an den Häusern Ausbuchtungen entstehen. Dort sollen Rosenstöcke eingepflanzt werden, erklärte Fleischer und sicherte zu, dass die Gemeinde für Erde und Pflanzen sorgt. Waldherr fragte weiter ob es außer mit Hilfe eines Handys oder einer Spezialkarte eine Möglichkeit gebe an den E-Ladesäulen der Gemeinde zu tanken. Ja, meinte Fleischer und bat ihn ins Rathaus zu kommen, um sich diesbezüglich zu informieren. Eine Seniorin beschwerte sich, dass der Gehweg in der Uhlandstraße durch überhängende Büsche kaum mehr begehbar wäre. Die Bürgermeisterin versprach die betroffenen Grundstücksbesitzer anzuschreiben und zum Heckenschnitt aufzufordern.

    Die Seniorenbeauftragte Helga Ludwig gab einen Überblick über die Aktivitäten des vergangenen Jahres und lud für heuer zum Ausflug nach Erfurt, mit Stadtbesichtigung in einer historischen Straßenbahn ein. Ein besonderes Dankeschön sprach sie Margot Kuhr aus, die ihr Amt als langjährige Schriftführern niedergelegt hatte. Andrea Gehring tritt ihre Nachfolge an.

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