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    Gerolzhofen

    Klares Bekenntnis zur Geomed-Klinik

    Flott verliefen die Neuwahlen beim Verein der Freunde und Förderer der Geomed-Klinik (von links): Geschäftsführer Wolfgang Schirmer, stellvertretender Vorsitzender Lothar Zachmann, Vorsitzende Lieselotte Feller, Landrat Florian Töpper, Schriftführerin Melanie Roth und Schatzmeisterin Sabine Wolf. Foto: Peter Pfannes

    "Wir brauchen in unserem Gesundheitssystem kleine Krankenhäuser und wir müssen sie bewahren", sagte Florian Töpper am Mittwoch in der Generalversammlung des Vereins der Freunde und Förderer der Geomed-Klinik Gerolzhofen. Der Landrat des Landkreises Schweinfurt, dem Träger der Klinik, legte in Zeiten öffentlicher Diskussionen um die Schließung von Kliniken (Bertelsmann-Studie) ein öffentliches Bekenntnis zu dem Krankenhaus ab. "Gerade im ländlichen Raum bestehen berechtigte Interessen", so Töpper. Knapp 40 Frauen und Männer kamen zu dem Treffen im Seminarraum des Krankenhauses, in dessen Mittelpunkt die Neuwahlen des Vorstands standen.

    Die Wahlen waren gut vorbereitet, so dass Wahlleiterin Beate Glotzmann ein leichtes Amt hatte. Jeweils einstimmig wurden Vorsitzende Lieselotte Feller, stellvertretender Vorsitzender Lothar Zachmann und Schriftführerin Melanie Roth wieder gewählt. In die Fußstapfen der verstorbenen Kassenwartin Ingeborg Wolf trat deren Nichte Sabine Wolf, die seit dem Tod bereits kommissarisch für die Finanzen zuständig war. Dass sie bislang ihre Sache sehr gut gemacht hat, bestätigte Kassenprüfer Albert Bauer in seinem schriftlichen Rechenschaftsbericht mit den Worten: "Eine vorbildliche Kassenführung." Dem Vorstandsteam wurde einstimmige Entlastung erteilt. Auch Bauer bestätigten die Anwesenden in seinem Amt.

    Lieselotte Feller erinnerte in ihrem Jahresrückblick an drei Geschenkaktionen für Patienten anlässlich des Valentinstags, zu Ostern und an Nikolaus. Lieselotte Feller dankte ihren Helferinnen bei den Verteilaktionen Hanne Hippeli, Dietlinde Wolf, Eva Ott, Beate Glotzmann, Birgit Stumpf und Helene Vorndran. Über 10 000 Euro gingen an Spenden bei dem Förderverein ein. Besonders hob die Vorsitzende dabei den Veteranenverein Herlheim hervor, der allein in den letzten drei Jahren über 5000 Euro spendierte.

    Bei den Ausgaben verschlang der Wartebereich der Notaufnahme in der Klinik rund 90 000 Euro. 7000 Euro steuerte der Förderverein für das Wohlfühlzimmer im Krankenhaus bei. "Eine vorbildliche Arbeit" bescheinigte Geomed-Geschäftsführer Wolfgang Schirmer dem Förderverein. Nicht nur das Vorstandsteam sondern auch die Mitglieder hätte enormen Einsatz für die Klinik und ihre Menschen an den Tag gelegt.

    Im zweiten Teil der Versammlung stellte sich die neue leitende Chefärztin der Anästhesie, Marie-Anne Kettern vor. Sie referierte zum Thema "Narkosen - damals und heute". Eine der größten Ängste der Patienten - heute wie vor Jahrhunderten - sei es, die Operation zu spüren. Die Chefärztin ging detailliert auf die Entwicklung der Anästhesie und die heutigen Möglichkeiten ein. Das Ziel jedes Anästhesieverfahrens sei die schmerzlose Durchführbarkeit operativer oder diagnostischer Eingriffe, so Marie-Anne Kettern. "Im Allgemeinen fühlen sich die Patienten dem Chirurgen zu Dank verpflichtet." Jedoch müsse man bedenken, dass nur die Entwicklung und fachgerechte Durchführung der Anästhesie die heutige chirurgische Versorgung ermögliche.

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