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    Grettstadt

    Kleine Oasen fürs Baugebiet "Sandweg II"

    Per Plastikball: Im Sitzungssaal wurden sieben der zwölf Bauplätze in den Untereuerheimer "Baumgärten II" verlost unter Aufsicht von Bürgermeister Ewald Vögler und Kämmerin Kerstin Frankl. Foto: Ruth Volz

    Die "Vierte Gewalt" war aktiv beteiligt, als zu Beginn der Gemeinderatssitzung die Bauplätze im Baugebiet "Baumgärten II" Untereuerheim verlost wurden. Sieben Interessenten hatten sich gemeldet bei insgesamt zwölf Grundstücken. Der Berichterstatter dieser Redaktion durfte sich als "Glücksfee" betätigen und sieben Plastikbälle aus dem Karton ziehen, mit abgeklebten Nummern. Damit wurde anonym die Reihenfolge der Bewerber ermittelt, die sich nun nacheinander einen Platz aussuchen. Es ist ein Verfahren ähnlich wie beim Baugebiet "Innerer Wiesenflecken" in Grettstadt 2017.

    Bewegung gibt es auch beim geplanten Baugebiet in Obereuerheim unter dem Arbeitstitel "Sandweg II". Das Ingenieur-Büro arc.grün hat zwei Varianten für eine Siedlungserweiterung vorgelegt, mit etwa 27 Grundstücken am östlichen Ortsrand. Es geht hauptsächlich um die Freiflächen parallel zur Thurn-und-Taxis-Straße. Südlich des Sandwegs sind noch einige Mietshäuser vorgesehen, die mit einer kleineren Stichstraße und einem Wendekreis erschlossen werden. Eine spätere Erweiterung ist möglich.

    Im Norden führt eine circa 180 Meter lange Stichstraße vom Sandweg zu einem Wendekreis. Aufgrund von Lärmschutz Richtung Autobahn und Wasserdruck-Problemen wird am Nordrand des Gebiets auf eine Bebauung verzichtet zu Gunsten einer reinen Grünzone. Die erste Frage war nun, ob die lange Stichstraße nach Norden geradlinig oder verschwenkt, mit "Knicken", angelegt werden soll. Der Gemeinderat entschloss sich für die erste Variante mit Grundstücken von durchschnittlich 628 Quadratmetern Größe bei rund 29 400 Quadratmetern Gesamtfläche. Es gab eine Gegenstimme.

    Die Parzellen werden sich prinzipiell am bisherigen Baugebiet "Sandweg" orientieren, mit ökologischem Anspruch: Die bei Carports und Garagen zulässigen Flachdächer und besonders flache Pultdächer der Wohnhäuser sollen begrünt werden, und Zisternen sollen vorgeschrieben werden zur Regenwasser-Rückhaltung. Für Bernhard Wolf ist Letzteres eine Kostenfrage. Es gebe Zisternen auch in Fertigbauweise, meinte Bürgermeister Ewald Vögler. Kosten von etwa 4- bis 5000 Euro seien bei einem Hausbau keine große Summe. Der Zisternen-Beschluss wurde bei drei Gegenstimmen gefasst. Josef Pfister schlug vor, bauliche Möglichkeiten zur Verkehrsberuhigung zu prüfen.

    Für die Gemeinderats- und Kreistagswahl 2020 wurde der Wahlausschuss inklusive Stellvertretern bestimmt. Der Vorsitz liegt beim Bürgermeister, Stellvertreter ist Michael Lommel seitens der Verwaltung. Als Beisitzer fungieren Georg Laufer (Norbert Kraus), Diethardt Porkert (Karl Müller), Robert Orth (Manfred Scheuermann) und Wolfgang Wenzel (Norbert Epp). Als Erfrischungsgeld soll es 45 Euro geben, 55 Euro gibt es für den Vorsitzenden, seinen Stellvertreter und die Schriftführer.

    Am 26. September gab es eine Friedhofsbegehung: Auch in Grettstadt gehe der Wunsch in der Bevölkerung hin zu weniger Aufwand bei der Grabpflege, stellte der Bürgermeister fest. Die Gemeinde wird sich mit neuen Bestattungsformen beschäftigen, will aber auch den alten Friedhof attraktiver gestalten. Man werde sich Beispiele in anderen Kommunen anschauen, so Vögler. Allerdings hätten die "Superfriedhöfe" im Landkreis auch einen drei- bis vierfach höheren Preis. Prinzipiell sei Friedhof ein "heikles Thema", etwa bei den Urnenmauern, die vor allem in der Trauerzeit immer wieder geschmückt werden, entgegen der Friedhofsordnung.

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