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    Schweinfurt

    Klingende Bilanz eines erfolgreichen Musikschul-Jahres

    Das traditionelle Sommerkonzert der Musikschule begann mit den "Fluteens", ein Blockflötenorchester aus 19 Schülern, das mit sauberer Intonation und wohlklingendem Spiel überraschte. Nach "Yesterday" erklang "Someone to watch over me" in einem pfiffigen Arrangement im Klang einer Kinoorgel (Martin Dinkel am Klavier, Leitung Ruth Irblich, Ulrike Wächtler, Ulrike Wolf).

    Landrat Florian Töpper, treuer Besucher der Sommerkonzerte, bezeichnete die Musikschule als ein blühendes Kind von Stadt und Land. Er dankte den Schülern für ihren Fleiß, ihre Ausdauer und Erfolge, auch der Schulleiterin Andrea Schärringer und ihrem Kollegium. "Wir schätzen die Musikschule als wertvolle kulturelle Bereicherung".

    "Where‘s my love" fragte Sabrina Keller und sang nach einem zarten Gitarrenvorspiel voller Gefühl den Song von Brian Fennel, am Bass begleitet von ihrem Lehrer Michael Weisel. Der Gitarrist Fabian Schmitt spielte mit sicherem Anschlag den "Bolero" von Cerda (Klasse Judit Köcsky-Vogel). Den zweiten Bundespreis "Jugend musiziert" 2019 errang Johanna Glos aus der heuer so erfolgreichen Pop-Klasse Canan Semel (sechs Bundespreise). Fast siegesgewiss betrat Johanna die Bühne, um lässig und entspannt "Wicked World" zu interpretieren (am Klavier Stefan Glos).

    Ein Mandolinen-Gitarren-Quartett aus Anna-Lina Ebert, Thea Ernst, Rabia Ögütcü und Niklas Pümmler spielte sauber und konzentriert "Canarie" und "Ein niederländisch Tänzlein" (Carmen Thiergärtner). Anna Volz (Mezzosopran) gestaltete mit ihrer warmen ausdrucksvollen Stimme sehr schön Henry Purcells "If Music be the food of love" (Klavier Elli Dück, Klasse Ingrid Peppel). Technisch und musikalisch makellos überraschte Sidney Richter auf seiner Harfe mit "Rouet" von Alphonse Hasselmans (Christine Eberherr). Und mit seinen Variationen auf einer Snare Drum gewann Clemens Richter zu Recht den ersten Preis beim Landeswettbewerb und er gefiel auch beim Sommerkonzert mit seinem Rhythmusgefühl und seiner Power (Timo-Jan Deen).

    Niklas Frank gestaltete das "Preludé Nr. 5" von Heitor Villa-Lobos sicher und tonschön, den bewegten Mittelteil mit schnellen Läufen (Judit Köcsky-Vogel). "The Salley Garden" von Benjamin Britten trug die Sopranistin Lea Volkmar mit feiner Dynamik vor (Klavier Elli Dück, Klasse Ingrid Peppel). Sehr gelungen das Konzert für zwei Blockflöten von Arcangelo Corelli, das Elisabeth und Maria Scharting vortrugen. (Klavier Ruth Irblich, Klasse Ulrike Wolf). Alan Lee Hague spielte auf seiner Gitarre zwei Etüden mit einem tonschönen Andantino (Klaus Bäuerlein).

    Mit Elinor Borchert stellte sich eine junge Songwriterin und zweite Bundessiegerin im Pop-Gesang vor. Sie trug mit eher zarter, ausdrucksstarker Stimme ihre Komposition "I’m the Moon" vor, die davon erzählt, dass man sich nicht nur im Scheinwerfer der Sonne sein Glück erobern kann (Canan Semel). Eine große Leistung präsentierte der Pianist Kubilay Cetinkaya, der absolut sicher "Skyfall" mit Wechseln von lyrisch-piano bis energisch-forte wirkungsvoll vorträgt (Alexej Outekhin).

    Die zweite Bundespreisträgerin Popgesang Katharina Ruff machte aus dem Britney Spears-Song "Oops I did it again" eine gelungene Performance (Canan Semel). Und für den Rausschmeißer sorgte die Musikschul-Bigband unter Klaus Hammer mit zwei Titeln von Michael Jackson und John Williams. Langer begeisterter Applaus des Publikums belohnte alle  Mitwirkenden.

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