• aktualisiert:

    GRETTSTADT

    Kollekte für Flutopfer in Kerala

    „Die Menschen in Kerala haben durch die Überschwemmungen so gut wie alles verloren“, sagt Father Jos. Der Priester aus Kerala in Südindien ist zur Zeit Urlaubsvertretung in der Pfarreiengemeinschaft St. Christophorus Mainbogen.

    Die Katastrophe in seiner Heimat geht nicht nur dem Priester nahe. „Ich habe viel Schreckliches gesehen“. „Es gab noch keine Flut dieser Art“, sagt er. Bis in den zweiten Stock stand das Wasser in den Häusern.

    Dekan Gregor Mühleck und Pfarrgemeinderat Edwin Lösch sind ebenfalls erschüttert: Man kann von bis zu 500 Toten ausgehen, Millionen Menschen sind betroffen und oft in einer verzweifelten Lage.

    Die Kollekte in der Pfarreiengemeinschaft am Samstag, 8. September, und am Sonntag, 9. November, soll daher den Flutopfern in Südindien helfen. Father Jos wird sich darum kümmern, das Geld weiterzuleiten, zum Beispiel an seine Diözese oder die Sozialbehörde, damit den betroffenen Menschen schnell geholfen werden kann.

    Dekan Mühleck und Edwin Lösch wollen mit der Spendenaktion aber auch ein Zeichen setzen, wie wichtig die Arbeit von Priestern wie Father Jos ist. Ohne die Urlaubsvertretungen der Priester Indien wären viele Gottesdienste nicht möglich, vieles müsste wegfallen, sagt Lösch. Dafür sind sie dankbar, aber auch für die Impulse, mal über den Tellerrand zu schauen, zu sehen, wie es anderen Menschen geht. Mit der Kollekte wollen sie aber auch zeigen, wie wichtig Solidarität ist.

    Solidarität, das ist nämlich auch ein Stichwort für Father Jos. Alle helfen sich, egal, ob Moslem, Christ, Hindu. „Alle kommen zusammen“, das freut ihn. „Solidarität ist wichtig.“

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!