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    Schweinfurt

    Kommentar zur Wahl: Schweinfurt wählt Beständigkeit

    Kommentar von Oliver Schikora zur Wiederwahl von Oberbürgermeister Sebastian Remelé in Schweinfurt.
    Sebastian Remelé (CSU) bleibt bis 2026 Oberbürgermeister von Schweinfurt, er gewann bei der Kommunalwahl mit 58 Prozent der Stimmen.
    Sebastian Remelé (CSU) bleibt bis 2026 Oberbürgermeister von Schweinfurt, er gewann bei der Kommunalwahl mit 58 Prozent der Stimmen. Foto: Anand Anders

    Eine Überraschung war's eigentlich nicht: Sebastian Remelé bleibt Oberbürgermeister in Schweinfurt. Der CSU-Mann geht Anfang Mai in seine dritte Amtszeit. Die Schweinfurter wählten also Beständigkeit und den Mann, der von sich selbst sagte, er habe "bewiesen, dass ich es kann." Sie wählten auch ein Rundum-Wohlfühl-Paket, das die CSU mit zahlreichen grünen Einsprengseln versah. Wenn es sich so umsetzen lässt, ist es kein Schaden für die Stadt. Doch daran wird sich Remelé auch messen lassen müssen, ob es gelingt, die vielen Maßnahmen umzusetzen. Die Voraussetzungen haben sich für ihn in den vergangenen Wochen dramatisch verändert, die Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf die Wirtschaftskraft der Stadt werden schwerwiegend sein.

    Dass Marietta Eder und Holger Laschka keine realistische Chance auf einen Wahlsieg hatten, dürfte ihnen vorher klar gewesen sein. Den Traum Stichwahl aber wollten sie nicht ohne weiteres aufgeben. Er wäre wahr geworden, hätten die Grünen ihr bayernweites Potenzial auch in Schweinfurt ausgeschöpft. Marietta Eder darf sich als heimliche Wahlsiegerin fühlen: 4589 Stimmen sind vor allem ein Zeichen nach innen, dass das Frauen-Duo an der Schweinfurt SPD-Spitze die nächsten Jahre die Stadtpolitik maßgeblich prägen wird. Es war clever, sich die Unterstützung der Linken zu sichern.

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