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    Hambach

    Kommt Pflegeheim im Norden der Gemeinde Dittelbrunn?

    "Einen alten Baum verpflanzt man nicht", heißt es im Puppentheater. Der Umzug ins Seniorenheim steht bevor, bei Richard und Helga, zwei betagten Dittelbrunnern, die ihr Leben noch einmal Revue passieren lassen. Es ist ein "altersgerechtes" Stück, das Ali Büttner vor der Seniorenbürgerversammlung im Hambacher Pfarrheim spielt.

    Das Korbtheater des Waigolshäusers richtet sich sonst eher an Kinder. "Wie das Leben so spielt" nennt sich eine mal melancholische, mal heitere Beschäftigung mit einem Thema, das früher oder später jeden betrifft: dem Älterwerden. Oma und Opa blicken zurück, auf den kleinen Supermarkt, den sie mal in Dittelbrunn gehabt haben. Es geht ("Tor! Tor! Tor") um die WM und andere wundersame Momente 1954 und den ersten gemeinsamen Urlaub in Italien. Oder Helgas Auftritt bei Rudi Carrell, in der Fernsehshow "Am laufenden Band". Am Ende eines langen Lebens bleibt die Erkenntnis: "Jeder Tag ist ein guter Tag".

    Bürgermeister Willi Warmuth begrüßte rund 25 Besucher, bei hochsommerlichen Temperaturen. Seit Mai gibt es das Dittelbrunn-Ticket, mit dem für einen Euro zwischen Dittelbrunn und Hambach gefahren werden darf. Auch die übrigen Ortsteile blieben ÖPNV-versorgt, betonte der Rathauschef. Im Wabenverbund könnten noch die nördlichen Ortsteile Holzhausen und Pfändhausen hinzukommen. Ein Bürgerbus trägt ebenfalls zur Mobilität bei. Am künftigen Pflegeheim mit Ärztehaus nördlich von Dittelbrunn soll es eine neue Bushaltestelle geben. Ein Gespräch mit einem möglichen Investor für das Ärztehaus habe es bereits gegeben, so Warmuth, auch die anderen Investoren sollen zum Gespräch geladen werden.

    Ausgeklammert ist für fünf Jahre das Thema Supermarkt. Für das Seniorenheim könnte bis Mitte nächsten Jahres ein Bebauungsplan vorliegen, meinte Warmuth auf Nachfrage. Im Frühjahr nächsten Jahres soll es ein Generationenfest im angrenzenden Generationenpark geben: für Jung und Alt. Ein weiteres Thema ist die Friedhofsneugestaltung in den Gemeindeteilen, mit der Schaffung von Barrierefreiheit und Baumpflanzungen. Die Gemeinde arbeitet mit einer Spezialfirma an Konzepten. In Holzhausen ist ein eigener Arbeitskreis tätig. Jeweils ein Satz Friedhofs-Geräte und "Wägele" wurden bereits auf den Gottesackern stationiert.

    In der Aussprache ging es dann um die Beschilderung einer Quelle im Lauerbachtal, als vermeintlicher Ursprung des Marienbachs. Ein Pfändhäuser Bürger soll ein entsprechendes Schild und andere  Hinweise angebracht haben. Die "Quellenlage" ist allerdings umstritten. Womöglich ist es eher der Brünner Graben, der dort entspringt.

    Oswald Sittler sprach das Thema Urnengräber an, die in Pfändhausen eher als eine "Mauer" gewünscht würde. Man werde für jeden Wunsch eine eigene Art von Gräbern haben, versprach Warmuth. Für den Friedhof Dittelbrunn wurde eine Versetzung der Bank weg vom Kirschenbaum angeregt, aufgrund der Verschmutzung. In Holzhausen werden Parkgelegenheiten für Besucher vermisst.

    Beim Thema Seniorenheim herrscht ein gewisses Misstrauen gegenüber Kapitalgesellschaften, es sollten eher soziale Organisationen investieren, hieß es. "Wir brauchen Betreiber, und die sind rar", sagte Willi Warmuth. Er erinnerte an das größte Problem bei solchen Projekten, den Personalmangel. "Ich bin der Meinung, auch in Hambach, vielleicht sogar in Holzhausen oder Pfändhausen, würde sich noch ein weiteres Seniorenheim rentieren", meinte der Bürgermeister.

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