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    Euerbach

    Komplexer Betrieb für die Kinderbetreuung

    Etliche Gründungsmitglieder des Euerbacher Kindergartenvereins St. Christophorus sowie weitere treue Unterstützer wurden in der Jahresversammlung geehrt: (von links) Edgar Hehn, Bürgermeister Arthur Arnold, Herbert Bocklet, Günther Samfaß, Elfie Seitz, Hubert Bettinger, Hilde Keidel und Vereinsvorsitzende Eva Baunach. Foto: Silvia Eidel

    Vor 60 Jahren, als der Kindergartenverein St. Christophorus Euerbach gegründet wurde, ging es vor allem darum, mit viel Handarbeit und körperlichem Einsatz ein Haus für die Betreuung der Kleinen zu bauen. Heute muss sich der Trägerverein mit Buchungsstunden, Personalschlüssel, Datenschutzgrundverordnung oder IT-Infrastruktur beschäftigen, wie in der Jahresversammlung deutlich wurde. Der ehrenamtliche Vereinsvorstand leitet heute einen komplexen, mittelständischen Betrieb.

    21 Mitarbeiter, davon 14 im pädagogischen Bereich, beschäftigt derzeit der Christophorus-Verein Euerbach. 93 Kinder werden betreut, darunter auch in zwei Kleinkindgruppen für Unter-Dreijährige. Vereinsvorsitzende Eva Baunach erläuterte im katholischen Pfarrheim einem Teil der 178 Vereinsmitglieder die Arbeit des Trägervereins.

    Investition in die Ausstattung

    Ein großer Verlust war Ende Januar der Tod der Kindergartenleiterin Walburga Arnold, die sich über 40 Jahre mit enormem Einsatz für die Einrichtung engagiert hatte. Eva Baunach würdigte die Verdienste der beliebten Erzieherin. Ihre Nachfolge in der Leitung hat Nathalie Koch übernommen.

    Die Eröffnung einer zweiten Kleinkindgruppe war zum April 2018 im alten Rathaus in Obbach verwirklicht worden, blickte Baunach zurück und dankte der politischen Gemeinde, die innerhalb kürzester Zeit die Räume für die Kinderbetreuung umgebaut hatte. Der Trägerverein investierte für die Ausstattung 20 000 Euro. Diese beweglichen Möbel und Utensilien werden in den künftigen Neubau des viergruppigen Kinderkrippe in der Mitte von Euerbach mitgenommen. Die Unterbringung der Unter-Dreijährigen erfolgt dort in einem Gebäude mit einer neuen Tagespflegeeinrichtung des Diakonischen Werks Schweinfurt.

    Defizit in der Kasse

    Aufgrund dieser Investition in die Ausstattung der Kleinkindgruppe, aufgrund von anfänglich geringen Kinderzahlen dort sowie wegen erhöhten Ausgaben für einen guten Personalschlüssel - das Verhältnis der Betreuungspersonen zu den Kinderzahlen - lag das Jahresdefizit 2018 bei erwarteten 30 000 Euro, führte Kassenführerin Susanne Fickel aus. Für 2019 rechne man aber wieder mit einem Überschuss.

    Für Ärger im Trägerverein hatte das Projekt Caritas Digital 21 gesorgt‚ bekannte die Vereinsvorsitzende. Der Diözesancaritasverband, der bisher die IT betreut hatte, lagerte diesen Service aus, was für den Kindergartenverein Kosten von 10 000 Euro pro Jahr mit sich bringt. Daraufhin mussten die Elternbeiträge erhöht werden.

    Weil vor 60 Jahren, also 1959, der Christophorus-Verein aus der Taufe gehoben worden war, galt es, einige Gründungsmitglieder zu ehren. Dazu gehörten Hubert Bettinger, Herbert Bocklet, Hans Glückler, Edgar Hehn, Hilde Keidel, Elfie Seitz und Elmar Weiß. Sie erinnerten sich an den Bau des Kindergartengebäudes am Taubenberg, an viel Handarbeit, Erd- und Sandfuhren sowie an legendäre Kindergartenfeste mit riesiger Tombola. Beim Kindergartenfest am 26. Mai soll das Vereinsjubiläum noch gefeiert werden.

    Ehrungen für langjährige Mitglieder

    Weitere Ehrungen gab es für Helmut Höfer (40 Jahre Mitglied), Günther Samfaß, Renate Guggenbichler, Elfriede Göb-Endres (30 Jahre), Christine Hofmann, Waltraud Hübner und Daniela Kitzinger (20 Jahre).

    Nachgewählt wurde von der Versammlung als Schriftführerin Sabrina Hofmann, die die Funktion von Katja Stürzenberger übernimmt.

    Für die verantwortungsvolle und professionelle Arbeit des Vorstands des Christophorus-Vereins dankte Bürgermeister Arthur Arnold. Er unterstrich den hohen Stellenwert von Kindern und Familien in der Gemeindepolitik. Die neue Kinderkrippe werde wohl an die vier Millionen Euro kosten. Die Baupläne würden derzeit im Landratsamt geprüft, dann könnten die Arbeiten ausgeschrieben werden.

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