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    GRETTSTADT

    Kontrastvolle musikalischen Ohrwürmer

    Der Gesangverein Grettstadt und zahlreiche Solisten boten in der zweistündigen Veranstaltung im Bürgersaal des Historischen Rathauses „Ohrwürmer in einem ehrenwerten Haus” unter der Gesamtleitung von Christopher Kuhn am Klavier. Im Hintergrund Rocktankstelle Klaus Schmitt und Peter Lommel. Foto: Ruth Volz

    Zu zwei Musikabenden lud der Gesangverein Grettstadt unter der Leitung von Dirigent Christopher Kuhn in das Historische Rathaus. Das Auftaktlied „Ein ehrenwertes Haus“ von Udo Jürgens, dargeboten von den Solisten Michaela Ries, Priscilla MacDonald, Wolfgang Dürr und Wolfgang Schmitt jun., erklärte das etwas sperrig anmutende Thema der Veranstaltungen „Ohrwürmer in einem ehrenwerten Haus“.

    Moderator Manfred Scheuermann gab zum nachfolgenden Udo Jürgens-Medley des Gesangvereins einige beeindruckende Informationen. Ohrwürmer sehr unterschiedlicher Epochen bot Pianist Sebastian Knaub mit dem Liebestraum von Franz Liszt und einem Abba-Medley, das Knaub selbst arrangiert hat. Die 60er- und 70er-Jahre wurden beim nachfolgenden Medley des GSV lebendig, das von den roten Lippen, die man küssen soll, über Freddy Quinns „Schön war die Zeit“ bis zur kleinen Kneipe reichte, die Peter Alexander berühmt gemacht hat.

    Das Duo „Rocktankstelle“, Klaus Schmitt und Peter Lommel, bewies mit „Heart of Gold“ von Neil Young bis „Aber bitte mit Sahne“ von Udo Jürgens, bei dem auch die Gäste mitsingen durften, ihre große Bandbreite. Topaktuell war der Titel „Irgendwann bleib i dann dort“, da Peter Lommel erst vor einer Woche von seinem Griechenland-Urlaub heimgekehrt, die Sirtaki-Klänge sehr gekonnt auf seiner Gitarre intonierte.

    Ebenfalls mit Gitarrenbegleitung folgten unplugged „Baby can I hold you“ von Tracy Chapman und „Hey“ von Andreas Bourani durch Sänger Isaiah Rübensaal als Beitrag der 80er- und 90er-Jahre. Das nachfolgende Medley von Michaela Ries und Priscilla Mac Donald ließ Titel wie „So ein Mann“, „Ganz Paris träumt von der Liebe“ und „Ja, ja, der Chianti-Wein“ lebendig werden, die schon vor 1960 sehr beliebt waren.

    Interessant waren die Ausführungen von Manfred Scheuermann zu „Bei mir bist du schön“, dessen ursprünglicher Text aus jüdischer Feder stammte und sehr oft dargeboten wurde, bis der Autor in der NS-Zeit auf den Index gesetzt wurde. Mit dem Titel „Immer wieder sonntags“, ursprünglich von Cindy und Bert in den 1970ern dargeboten, beschloss der Gesangverein den abwechslungsreichen Liedabend, und nicht ohne berechtigten Stolz dankte der Moderator allen Mitwirkenden für die gelungene Veranstaltung.

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