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    Grafenrheinfeld

    Kosten für Kinderbetreuung steigen

    Die Kinderbetreuung in der Gemeinde wird ab September teurer. Anlass für die Erhöhung war eine gesetzliche Forderung des Freistaats Bayern, nach der die Elternbeiträge entsprechend den Buchungszeiten gestaffelt sein müssen. Empfohlen wurde nun, diese Beiträge entsprechend den Buchungszeiten, um je zehn Prozent anzuheben. Die Einhaltung dieser "Empfehlung" kann überprüft werden und wenn sie nicht umgesetzt wurde sogar zum Wegfall von Fördergeldern führen. "Dies muss unter allen Umständen vermieden werden", so Kämmerin Andrea Ullrich.

    Sie rechnete vor, dass bei einer Buchung von drei bis vier Stunden dadurch der Preis von 120 auf 132 Euro ansteige. Die meisten Buchungen lägen im Bereich von sechs bis sieben, beziehungsweise sieben bis acht Stunden, was dann bei den Krippenkindern 182 beziehungsweise 196 Euro kosten würde. Für die Regelkinder läge der neue Beitrag in dieser Buchungskategorie bei 151 und 163 Euro. In der Schülerbetreuung würde der Höchstsatz von sieben Stunden in Zukunft 120 Euro kosten.

    Mit Vertretern der Elternbeiräte habe man gesprochen und die Gründe für die Erhöhung dargelegt. Man sei auf Verständnis gestoßen, meinte Ullrich und die Elternvertreter hätten eine Erhöhung akzeptiert. Walter Weinig verwehrte sich gegen die Begründung dieser Erhöhung. Schon vor geraumer Zeit habe sich der Gemeinderat gegen eine Erhöhung ausgesprochen, und damals ging es nur um eine Erhöhung von fünf Euro. Und auch jetzt müsse nicht erhöht werden, die Anpassung von zehn Prozent könnte die Gemeinde dadurch abfangen, dass sie die Basisbeiträge entsprechend senke. So sei dem Gesetz genüge getan und die Eltern dennoch nicht mehr belastet. Familien mit Kindern würde ohnehin bei anderen Abgaben wie Kanal oder Wasser überdurchschnittlich zur Kasse gebetten.

    Buchungszeiten können geändert werden

    Dem stimmte Mathias Kupczyk zu, der fürchtete es würden die am meisten belastet, die das Geld am nötigsten bräuchten. Christian Keller blies in dasselbe Horn. Er fragte nach, ob den Eltern dann wenigstens die Möglichkeit eingeräumt werde, die Buchungszeiten zu ändern. Das habe man bereits in die Wege geleitet, erklärte Sitzungsleiter Gerhard Riegler und eine Sonderumbuchungszeit für den Dezember ermöglicht.

    Mit elf gegen fünf Stimmen stimmte der Rat schließlich der Gebührenerhöhung zu. Der Basiswert wird nicht verändert. In einem anderen Punkt war sich der Gemeinderat allerdings einig. Weil die Schließzeiten im Fröschlochkindergarten ausgeweitet werden mussten, beschloss der Rat einstimmig eine Beitragsermäßigung. Sie gilt sowohl für Krippen- als auch für Regelkinder.  In einem Monat im Jahr wird dadurch die Gebühr um 75 Prozent gesenkt.

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