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    Kreis Schweinfurt

    Kreis will Sozialarbeit an Schulen erfolgreicher machen

    Mehr Stellen: An der Grundschule Gerolzhofen wird die Jugendsozialarbeit ausgeweitet. Foto: Norbert Vollmann

    Der Landkreis Schweinfurt investiert künftig mehr in die Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS). Konkret hat der Ausschuss für Jugend und Familie einer Stellenerhöhung empfohlen, über die der Kreisausschuss befinden muss. Für die Grund- und Mittelschule Gerolzhofen und das Berufsschulzentrum in Schweinfurt soll der Personalschlüssel zusammen um eine halbe Stelle auf 1,25 angehoben werden.

    Ursache sind zunächst die geänderten Förderrichtlinien des Freistaats ab dem kommenden Jahr: Berufsfachschulen und Realschulen werden erstmalig unterstützt, bei den Grundschulen müsse ein definierten Migrationsanteil der Schülerschaft nicht mehr nachgewiesen werden.

    Sozialarbeiter hilft in 33 Fällen

    Und das sei erfolgreich, die Daniela Haupt vom Jugendamt dem Ausschuss berichtete. An der Berufsschule sei es gelungen, die Quote derjenigen, die ihre Ausbildung vorzeitig abbrechen, von 10,8 auf fünf bis sechs Prozent zu senken. Insgesamt habe man in 33 Fällen Hilfe geleistet bei einer Schülerzahl von 500. Nun kämen die Berufsfachschulen mit 250 Schülern hinzu. Zudem sei die Betreuung der Klasse mit Jugendlichen ohne Ausbildung sei besonders aufwändig.

    In Gerolzhofen ist laut Haupt der Sozialarbeiter im vergangenen Schuljahr 108 gefordert werden. Von einer Person mit einer Dreiviertelstelle sei dies ein enormer Aufwand, der zu bewältigen sei. Dass dessen Intervention in vier von fünf Fällen Verbesserungen gebracht haben, schilderten dort nicht nur die Betroffenen, sondern auch die Lehrer. Mit einer Aufstockung des Personals verspricht sich Haupt ein verstärktes Engagement von JaS an der Gerolzhofener Grundschule.

    Ergebnisse in Diplomarbeit

    Insgesamt betreibt der Landkreis spezielle Jugendarbeit an sechs Grund- und sieben Mittelschulen. Die Wirksamkeit von JaS ist in einer Diplomarbeit wissenschaftlich untersucht worden. Die Ergebnisse sollen dem Jugendausschuss im Oktober vorgestellt werden.

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