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    Poppenhausen

    Kützberg: Rechtslage stoppt Bauvorhaben

    Mit Spannung hatten viele Gemeinderäte die Entscheidung über die geplante Ferienwohnung in Hain erwartet. Das Thema war auf der Bürgerversammlung kontrovers diskutiert und wegen eines Formfehlers in der vergangenen Sitzung nicht abschließend beraten worden. Zur Verwunderung der Räte hat der Antragsteller sein Anliegen inzwischen zurückgezogen.

    In Pfersdorf soll ein Nebengebäude mit Garage entstehen. Erste Teile des Neubaus, das zeigten die Bilder, wurden dort schon errichtet. Es ging deshalb auch, so Bürgermeister Ludwig Nätscher, um ein Stück Nachher-Legalisierung. Die Nachbarn hatten ihr Einverständnis bereits erklärt. Bei einer Gegenstimme genehmigte der Gemeinderat die beiden Gebäudeteile.

    Auch in punkto Kleingarage, die für Hain beantragt worden war, zeigten die Fotos, dass Teile der Konstruktion bereits vorhanden sind. Die Nachbarn stehen dem Vorhaben positiv gegenüber. Das Gemeindeparlament votierte einstimmig für den Bau.

    Via E-Mail, so Geschäftsleiter Thomas Hahn, haben die Nachbarn dem Bauplan inzwischen zugestimmt. Damit stand der Errichtung der Einzelgarage in Kronungen nichts mehr im Wege. Alle Räte sahen dies so.

    Eine komplexe Problemstellung ergab sich aus einer Bauvoranfrage aus Maibach. Dort will der Bauherr sein Grundstück von rund 900 Quadratmetern in zwei gleich große Teile splitten und dann ein Doppelhaus errichten. Der Bebauungsplan lässt in diesem Gebiet aber nur Baumaßnahmen ab einer Mindestgröße von 500 Quadratmetern zu. Ob der schwierigen Rechtslage ergaben sich einige Diskussionspunkte, auch die geplante Zufahrt zu den Gebäuden wurde kritisch gesehen. Letztendlich aber sprachen sich fast alle Gemeinderäte für die Bauanfrage aus, nur zwei Gegenstimmen erhielt die Bauvoranfrage.

    "Technisch möglich, baurechtlich völlig undenkbar!" Geschäftsleiter Thomas Hahn brachte die juristische Lage für eine Bauvoranfrage aus Kützberg auf den Punkt. Dort sollen ein Einfamilienhaus, eine Garage und ein Carport entstehen. Da das Grundstück aber nicht zum Bebauungsgebiet der Nachbargrundstücke zähle, sei dort ein Bauen rechtlich nicht möglich. Das Landratsamt hatte eine frühere Anfrage für dieses Grundstück mit genau dieser Argumentation abgelehnt.

    Im Gemeinderat indes gab es viele Bedenken gegen diesen Bescheid. Schließlich würde in Kützberg eine Baulücke geschlossen, der Neubau entspräche den Zielen der Innenentwicklung, die "Verdichtung in den Dörfern" werde durch einen solchen Bau vorbildlich vollzogen.

    Gegen eine jetzige Neufassung des Bebauungsplanes spreche aber die lange Zeit, die vom Entwurf bis zur letzten Fassung vergehen werde. Dem Bauherrn könne man nicht einmal ein End-Datum für diesen rechtlichen Weg nennen.

    Mit "Bauchschmerzen" lehnte der Gemeinderat die Voranfrage ab. Die Idee von Werner Göbel, künftig alle Bebauungspläne einer Prüfung zu unterziehen und dort, wo es nötig ist, Veränderungen anzubringen, fand Fürsprecher im Gemeinderat.

    Auf Anfrage bestätigte Bürgermeister Ludwig Nätscher, dass im Neubaugebiet Sandleite Wärmepumpen möglich sind. Der Betreiber hatte schon vor Wochen ein abschließendes Urteil über die Machbarkeit versprochen.

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