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    Grafenrheinfeld

    Kulturhalle wird für Firmen und Privatleute deutlich teurer

    Einstimmig sprach sich der Gemeinderat für eine Erhöhung der Gebühren in der Kulturhalle aus. Diese aber betrifft nicht alle. Für Vereine und örtliche Gruppierungen bleibt es beim bisherigen Preis.

    In den letzten Jahren wurde die Halle verstärkt von privaten Veranstaltern und Firmen, beispielsweise für Jubiläen, Weihnachtsfeiern und Ähnliches genutzt.  Die Nachfrage von Privatpersonen steigt stetig an, da die Kulturhalle inzwischen als sehr beliebte Hochzeitslocation gilt. Dies liegt unter anderem auch an dem geringen Mietpreis, der in der Region bei vergleichbaren Veranstaltungsorten um das Doppelte bis Dreifache höher liegt.

    Laut Gemeinderatsbeschluss werden zehn Veranstaltungen dieser Art zwischen April und Oktober angenommen. Die Verwaltung ist sich sicher, dass die Anzahl und Nachfrage der Privatveranstaltungen trotz Mietpreiserhöhung nicht sinken wird. Da Privatpersonen nicht umsatzsteuerpflichtig sind, seien solche Veranstaltungen für die Gemeinde Grafenrheinfeld nicht rentabel, wenn die Miete für Feiern mit diesem Zweck nicht angepasst werde, so die Verwaltung. Auch Firmen nutzten die Kulturhalle immer mehr für private Veranstaltungen. Auch hier spielten die geringen Kosten eine wichtige Rolle. Somit empfahl die Verwaltung, für diese beiden Veranstaltungsarten eine Mietpreiserhöhung in Richtung eines marktgerechten Preises vorzuzunehmen.

    Aus Sicht der Verwaltung erscheint es derzeit aber nicht notwendig, für Vereine sowie Agenturen für Veranstaltungen mit öffentlichem Charakter die Mietpreise zu erhöhen. Man möchte gerade den örtlichen Vereinen die Möglichkeit belassen, ihre Veranstaltungen weiterhin kostengünstig zu gestalten.

    Deutliche Gebührenerhöhung

    Die Kosten für Firmen, die Veranstaltungen mit privatem Charakter abhalten, steigen ab März  beispielsweise für sechs Stunden von 700 auf 1500 Euro, bei 18 Stunden 1350  Euro 2500 Euro. Privatveranstaltungen für nicht umsatzsteuerpflichtige Personen steigen die Kosten bei sechs Stunden von 1 100 Euro auf 2750 Euro oder bei einer 18-stündigen Nutzung von 2200 Euro auf 4750 Euro.

    Einheitlich geregelt werden dann Ton-, Licht- und Videotechnik, die Personalkosten bei der Bedienung der Technik, Auf- und Abbau durch die Hausmeister oder die Veranstalter sowie die Brückentage.

    Walter Wegner regte an, auch die Preise für gewerbliche Veranstaltungen neu zu kalkulieren und Guido Oster fragte nach, was mit Veranstaltungen sei, die keiner Kategorie zuzuordnen seien. Bürgermeister Christian Keller meinte, diese Frage nehme man für die nächste Überarbeitung der Hallenordnung mit.

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