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    Schweinfurt

    Landesturnfest: Die Sonne lacht, die Stadt feiert

    Partystimmung und endlich Sommer am Landesturnfest-Samstag. Die Vision aus dem Sportfest ein Volksfest zu machen ist wahr geworden.
    Sport und Musik bringen die japanischen Trommeln Taiko zusammen. Das passt hervorragend für das Landesturnfest. Foto: Helmut Glauch

    "Endlich Sommer, danke Schweinfurt, dass ihr für gutes Wetter gesorgt habt". Ein Satz, der mir so oder ähnlich an diesem 1. Juni nicht nur ein Mal von begeisterten Gästen des Landesturnfestes in den Reporterblock diktiert wird. Und in der Tat, das Wetter legte eine Punktladung hin, erhielt sozusagen volle Punktzahl für seinen Auftritt am Samstag.    

    Des einen Freud, des anderen zwar nicht unbedingt Leid, aber zumindest Herausforderung, denn die Finalisten der 4XF-Games im Rathausinnenhof mussten angesichts der steigenden Temperaturen so manchen Extra-Tropfen Schweiß investieren.  Am Ende holten sich bei den Mannschaften zwei Teams des Fitnessstudios "Körperschmiede" aus Schweinfurt die beiden ersten Plätze. Die Mannschaften "Altes Eisen"  und "Flex-Appeal" konnten sich auf dem Siegertreppchen breit machen, auf Platz drei kam ein Team vom TV Pfeffenhausen.

    So sehen Sieger aus. Andy G. Krainhöfner, Chef des Organisationskomitees für das Landesturnfest in Schweinfurt (im blauen Shirt), ehrte die siegreichen Mannschaften der 4XF-Games im Innenhof des Rathauses. Foto: Helmut Glauch

    Geschwitzt wurde auch auf den Bühnen und an den Instrumenten. Am "Weinland" hatten sich Mitglieder der Spielmannszüge Schmölz bei Kronach und Schney bei Lichtenfels mit Musikanten vom Musikzug Trennfurt/Stadt Klingenberg spontan zusammengetan um die Gäste zu unterhalten. Am Georg-Wichtermann-Platz spielten die Musikanten vom Spielmannzug Kösching auf, da saßen die Schmölzer längst als Zuhörer im benachbarten Biergarten und genossen unterfränkische  Kaltgetränke.  

    So sieht Freundschaft aus: Bei Bürgermeisterin Sorya Lippert im Kinderland traf sich buchstäblich "die ganze Welt". Im Zelt dahinter luden Schatten und Kissen zum Chillen ein. Foto: Helmut Glauch

    Spontan zu ihren Instrumenten griffen auch die Musikerinnen und Musiker vom Spielmannszug des TV Coburg-Neuses, die zum Beispiel auf der großen Treppe, die von der Rückertstraße hin zum Oberen Wall führt, Aufstellung nahmen und loslegten. Musiziert wurde an jeder Ecke. Auch vor den Bühnen drängten sich die Gäste, denn da ging es im wahrsten Sinn des Wortes Schlag auf Schlag. Vom Showtanz mit ernstem Hintergrund wie "Drugs don't work" der VivanoNames vom Vfl-Lüneburg, bis zur akrobatischen "Tochter-Papa-Turngruppe" aus Grünmorsbach, jagte ein Hingucker den nächsten.    

    Die Gäste, hier vom Spielmannszug Schmölz fanden Schweinfurt Spitze und hatten auch schnell zwischen ihren musikalischen Auftritten die gemütlichen Ecken gefunden. Foto: Helmut Glauch
    Lauter Väter und ihre Töchter. Die Turner vom TSV Grünmorsbaxch erhielten viel Beifall für ihren Tanz. Foto: Helmut Glauch

    Weniger Gedränge, aber keinesfalls weniger gutes Programm, gab es auf dem Martin-Luther-Platz. Vom rasanten Hip-Hop-Tanz bis zur lautstarken japanischen Trommelkunst "Taiko" war auch dort einiges geboten. Als die Taiko-Gruppe aus Würzburg, die Sport Rhythmik auf harmonische Weise verschmelzen lässt, ihre großen Trommeln anstimmten, hatten auch die Kirchenglocken keine Chance mehr durchzudringen.  

    Dies alles bleiben nur Momentaufnahmen eines Streifzuges durch die Innenstadt. Geboten wurde so viel mehr. Die Vision vom Landesturnfest als Volksfest ist wahr geworden. Eine Werbung für den Sport und für die Bewegung. Im Kinderland zum Beispiel sah man keine Kinder mit Handy, sondern auf der Turnmatte oder sich sonst einer Herausforderung stellend. Beim "Schweinfurt Champion" zum Beispiel, einem achtteiligen Kooperationsprojekt mit dem Celtis-Gymnasium, standen die Kinder Schlange, um zu laufen, zu werfen, zu puzzeln oder Länderkarten richtig zu legen.      

    Aktuelle Bilder vom Landesturnfest finden Sie in unserem Live-Ticker

    Natürliches Bühnenpodest: Der Spielmannszug vom TV Coburg/Neuses musizierte unter anderem auf der Treppe von der Rückertstraße zum Oberen Wall. Foto: Helmut Glauch

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