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    Schweinfurt

    Lebenshilfe-Projekt „Mensch inklusive“ wächst

    Hat als Kind hier gespielt: Johanna Schenkel (2. v. l.), „Mensch-inklusive“-Teilnehmerin und Mitarbeiterin in der Schweinfurter Kindertagesstätte St. Josef, freut sich zusammen mit Inklusionsbegleiterin, Daniela Mühleck (links), über die neue Herausforderung. Für ihre Bereitschaft, Menschen mit Einschränkung eine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt zu geben, wird Kindergartenleiterin Kathrin Schmittknecht vom Sozialreferenten der Stadt Schweinfurt, Jürgen Montag, und Peter Pratsch, Projektleiter „Mensch inklusive“, geehrt. Foto: Peter Pratsch

    Da unterstützen, wo man selbst als Kind Unterstützung und Förderung genossen hat: Dieser Kreis hat sich jetzt für Johanna Schenkel geschlossen. Sie ist im Rahmen des Lebenshilfe-Projektes „Mensch inklusive“ in die Schweinfurter Kindertagesstätte St. Josef zurückgekommen und hier nun seit Oktober 2018 beschäftigt, heißt es in einer Pressemitteilung. Ob Hilfestellung bei der Betreuung der Kinder, beim Ankleiden oder beim Spielen: Wo sie gerade gebraucht wird, ist Schenkel zur Stelle und hat in der kurzen Beschäftigungszeit bereits ihren selbstverständlichen Part im Team inne. Für diese beispielhafte Zusammenarbeit erhielt die Kindertagesstätte vergangenen Montag im Beisein von Jürgen Montag, Sozialreferent der Stadt Schweinfurt, eine Urkunde und ein Qualitätssiegel von „Mensch-inklusive“-Leiter Peter Pratsch überreicht.

    Ebenso besuchten Montag und Vertreter von „Mensch inklusive“ an diesem Tag das Domicil-Seniorenpflegeheim in der Schweinfurter Theresienstraße und die Quadro Büroorganisations-GmbH, wo ebenfalls Menschen mit Handicap dank der Unterstützung von „Mensch inklusive“ ihren Wunscharbeitsplatz gefunden haben. Pratsch dankte auch hier für die gute Zusammenarbeit, für die Offenheit und die Bereitschaft der Unternehmen, inklusive Strukturen zu schaffen und Menschen mit Behinderung mit ins Boot zu holen. Montag sprach dabei Dankesworte im Namen der Stadt aus und betonte, dass die teilnehmenden Betriebe Vorbilder in der regionalen Arbeitswelt seien. Dem Projekt selbst sagte er weiterhin die Unterstützung der Stadt Schweinfurt als Kooperationspartnerin zu.

    Die im Jahr 2012 von der Lebenshilfe Schweinfurt gestartete Initiative „Mensch inklusive“ vermittelt Menschen mit Behinderung wohnortnahe Arbeitsplätze in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarkts. Arbeitgeber übernehmen dabei soziale Verantwortung und erhalten im Gegenzug interessierte und motivierte Mitarbeiter. Arbeitnehmer mit Handicap wiederum erhalten eine wohnortnahe Arbeitsstelle, stellen ihr Können unter Beweis und stärken so ihr Selbstvertrauen. Inzwischen hat „Mensch inklusive“ ein Kooperationsnetz mit Unternehmen und Institutionen aus den Landkreisen Schweinfurt, Haßberge, Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld aufgebaut. Aktuell arbeiten im Rahmen von „Mensch inklusive“ nahezu 70 Menschen mit Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

    Bearbeitet von Helmut Hickel

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