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    SCHWEINFURT

    Lebenshilfe: Wohnen mit Blick auf den Hof

    In Richtung „An den Schanzen“ ist der Neubau abgestuft.
    In Richtung „An den Schanzen“ ist der Neubau abgestuft. Foto: Anders

    Die Lebenshilfe Schweinfurt baut für sieben Millionen Euro an der Niederwerrner Straße (Ecke Gymnasiumstraße) für Menschen mit schwerer und/oder mehrfacher Behinderung ein Wohn- und Förderzentrum. Der Rohbau steht. Eingezogen wird Anfang 2018.

    Wohnungen wird das Haus 24 Frauen und Männer in drei Wohngruppen bieten. Deren Einzelzimmer (16 Quadratmeter) sind alle nach Süden und damit zum Hof ausgerichtet, was auch für die großen Aufenthaltsbereiche gilt. Die Nasszellen teilen sich jeweils zwei Bewohner. Nach Norden – also zur belebten Niederwerrner Straße – sind auf den drei Wohngeschossen Funktionsräume (Küchen, Büros oder etwa Abstellräume) und kleine Aufenthaltsbereiche vorgesehen.

    Tagesstätte

    Die Therapieräume des Förderzentrums (8 bis 16 Uhr geöffnet) werden im vierten Obergeschoss eingerichtet und werden teilweise von den Bewohnern, teilweise von Behinderten anderer Gruppen der Lebenshilfe genutzt. Ausgelegt ist das Beschäftigungs- und Betreuungsangebot im Förderzentrum auf 16 Plätze.

    Der Hauptzugang zur Tagesstätte und den Wohnungen erfolgt über den 1000 Quadratmeter großen Hof. Über den Hof sind auch der städtische Grüngürtel zum Obertor (Fichtelsgarten) und weiter bis zum Main und künftig auch bis zum Stadttheater sowie die Innenstadt zu erreichen, ohne dass große Verkehrsadern zu queren sind.

    Therapieräume

    Zu den Wohnbereichen der Gruppen zählen jeweils mehrere und verschieden große Gemeinschaftsräume. Mit der Förderstätte wird ein zweiter Lebensraum geboten. Dessen Bedeutung ergibt sich aus der Schaffung einer Tagesstruktur für schwerst mehrfach behinderte Menschen, die Elemente von Förderung, Beschäftigung und Arbeit enthält.

    Für Horst Golüke, Vorsitzender der Lebenshilfe für Behinderte e. V. Schweinfurt, zeichnet sich die Lage des Gebäudes durch seine Innenstadtnähe und die fußläufige Erreichbarkeit von Marktplatz, Roßmarkt und Fußgängerzone aus. Auch biete der Fichtelsgarten Betreuern und Angehörigen die Möglichkeit, mit mobilitätseingeschränkten Bewohnern ohne großen Aufwand einen Ausflug in die Stadt und ins Grüne zu unternehmen.

    Eingegliedert in die Nachbarschaft

    Architekt Christian Kern (Büro Schefbeck) versicherte beim Presserundgang bestmögliche Wohn- und Lebensbedingungen durch einen hochwertigen Wohnungsbau. In Verbindung mit der Fassadendämmkonstruktion und den Schallschutzfenstern seien auch an der verkehrsreichen Niederwerrner Straße Geräuschpegel wie in einem reinen Wohngebiet garantiert. Selbst die hoch effiziente Lüftungsanlage sei mit Schalldämpfern und Filtern bestückt.

    Die Gebäudeecke zwischen Niederwerrner Straße und Gymnasiumstraße mit Erdgeschoss und drei Obergeschossen (der Bau ist nicht unterkellert) bildet den höchsten Punkt. In Richtung „An den Schanzen“ und zum benachbarten Wilhelm-Löhe-Haus fällt der Baukörper in Höhe eines Stockwerks ab. Zur Gymnasiumstraße und den kleineren Doppelhäusern in der Nachbarschaft schließt der Neubau mit zwei Stufen an, wodurch die Bebauung entlang der Niederwerrner Straße stimmig aufgenommen wird.

    Ganz oben entstehen die Therapieräume des Förderzentrums.
    Ganz oben entstehen die Therapieräume des Förderzentrums. Foto: Anand Anders
    Großzügig präsentieren sich die Aufenthaltsräume in den Wohnbereichen der drei Gruppen.
    Großzügig präsentieren sich die Aufenthaltsräume in den Wohnbereichen der drei Gruppen. Foto: Anand Anders
    Auf Rundgang: Sascha Turtschany (von links), zuständig für die Wohngruppen, Vorsitzender Horst Golüke und Architekt Christian Kern.
    Auf Rundgang: Sascha Turtschany (von links), zuständig für die Wohngruppen, Vorsitzender Horst Golüke und Architekt Christian Kern. Foto: Anand Anders
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