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    Oberndorf

    Legostadt statt Halloween in Oberndorf

    Legoland im Levi-Haus: Am Ende war auch hier die Platte gut gefüllt. Foto: Christoph Seidel

    Es müssen nicht immer Halloween-Kürbisse und Gruselgärten sein, um die Jüngsten im nebligen Herbst zu begeistern: Oberndorf mutierte zum Legodorf, mit zwei (unabhängig voneinander stattfindenden) Veranstaltungen. Im Haus "Open Door" des Vereins Levi, in der Ernst-Sachs-Straße, fanden die "Legobautage" der Christlichen Gemeinde Schweinfurt-Am Obertor statt: eine Premiere. Die evangelisch-freikirchliche Gemeinde bot am 30. und 31. Oktober, dem Reformationstag, eine Alternative zu Halloween an. Dank guter Kontakte zum Lebenshilfe-Verein "Levi" durfte an zwei Nachmittagen der große Veranstaltungssaal neben einer sozialtherapeutischen Wohngemeinschaft genutzt werden. Dass in Oberndorf fast gleichzeitig die "Lego-Action-Tage" über die Bühne gingen, als Teil der Ferienbetreuung der Stadt: Laut Veranstaltern der "Legobautage" war das Zufall. In jedem Fall standen im Haus "Open Door" die Türen nicht nur für Kinder aus christlichen Familien offen, in der Altersgruppe zwischen sieben und 13 Jahren.

    Über 100 000 Legosteine standen zur Verfügung, aus denen 40 junge Baumeister eine bunte Stadt mit Hochhäusern, Gärten, Flughafen, Eisenbahnstrecken, einem Fußballstadion, einem Schwimmbad und vielem mehr formten. Rund 20 Mitarbeiter der Gemeinde übernahmen die Betreuung. Zwischendurch gab es Geschichten aus der Bibel, gemeinsame Lieder und einen Abschluss-Gottesdienst. Bei einem Stehimbiss wurde Eltern und Freunden stolz die Legostadt präsentiert. An der gut gefüllten Platte habe es schon die Frage nach einer Wiederholung gegeben, so die Organisatoren.

    Gleich nebenan war die "Lego-Action-Welt" angesagt, eine Woche lang in den Oberndorfer Jugendräumen, der Pestalozzi-Schule und Dr. Pfeiffer-Grundschule. Die Betreuung übernahm die gfi, die "Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration", in Kooperation mit der Stadt. Auch diese "weltlichen" Action-Tage waren ausgebucht: 31 junge Baumeister, im Alter zwischen sechs und 12 Jahren, bauten sich ihre eigene Stadt, unterstützt von den gfi-Mitarbeitern. Hundert Modelle standen zur Auswahl, es gab Ausflüge in den Pfisterpark und Umgebung.

    Die Stadt Schweinfurt hat in diesem Jahr bis zu 130 Plätze für ihre erweiterten Ferien-Angebote zur Verfügung gestellt. Besucht wurde unter anderem der Wildpark an den Eichen oder die Abenteuerwiese am Jugendhaus "FränZ". In den bayrischen Schulferien (mit Ausnahme der Weihnachtsferien) gibt es nun regelmäßig solche Betreuungsangebote, in der Zeit zwischen 8 und 16 Uhr, mit warmem Mittagessen. Weitere Lego-Action-Tage sind in den Faschings-, Oster-und Pfingstferien geplant.

    Action mit dem Millennium-Falken: Thorsten Schubert von der Kommunalen Jugendarbeit, Sozialreferent Jürgen Montag und Zweite Bürgermeisterin Sorya Lippert bauten mit bei den Lego-Action-Tagen in Oberndorf. Foto: Mareike Biedermann

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