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    Grettstadt

    Leichter Schwund bei der Gewerbesteuer

    Kämmerin Kerstin Frankl gab dem Gemeinderat den Zwischenbericht zum Stand des 7,5 Millionen Euro-Verwaltungshaushalts sowie des 3,5 Millionen Euro-Vermögenshaushalts. Bei der Gewerbesteuer waren mehr als eine Million Euro Einnahmen erwartet worden: mit 980 000 Euro liegt man nun doch leicht darunter. Die Hälfte der Gelder wurde bereits eingenommen. "2019 schaut es konjunkturmäßig noch gut aus", kommentierte Ewald Vögler. Hinter 2020 setzte der Bürgermeister bereits ein Fragezeichen.

    Da sich einige Bauprojekte verzögern, "spart" sich Grettstadt in diesem Jahr noch Ausgaben, die erst in naher Zukunft fällig werden. Die geplante Rücklagen-Entnahme von 1,7 Millionen Euro wird entsprechend geringer ausfallen. Eine Verschiebung gibt es etwa beim Bau des neuen Feuerwehrhauses in Grettstadt. Konkret geplant wird nun erst im Winter, ausgeschrieben werden soll ab April. Das Neubaugebiet Baumgärten II in Untereuerheim soll im nächsten Jahr erschlossen werden, bebaubar wird es wohl erst ab Frühjahr 2021 sein. Noch in diesem Jahr werden knapp 600 000 Euro in die Mischwasserbehandlung Dürrfeld fließen.

    Energiepreise werden steigen

    Die Energiepreise werden wieder steigen, vermutet Jürgen Markert als Geschäftsleiter. Nun passt die Gemeinde ihren Gasversorger-Vertrag mit der gasuf an, nach dem Vorbild anderer Kommunen: Ab 2021 wird anstelle eines vorab kalkulierten Festpreises ein jährlicher Börsendurchschnittspreis (aus 52 Teilmengen) gebildet, um Schwankungen abzufedern (zwei Gegenstimmen). Dieser Vertrag gilt drei Jahre. Außerdem wird ein ökologisches Angebot geordert, das 0,17 Cent pro Kilowattstunde teurer ist (eine Gegenstimme).

    Nach sechs Jahren Wartezeit wird demnächst der amtliche Bescheid zur Mischwasser-Behandlung in Unter- und Obereuerheim erwartet. Ähnliches gilt für den Bauantrag zur SeniVita-Pflegewohnanlage, die zuletzt an das neue, detailliertere Pflegestufen-System angepasst werden musste: Grettstadt ist diesbezüglich das Pilotprojekt des Investors. Gerechnet wird mit bis zu anderthalb Jahren Bauzeit, im Herbst könnte es dazu eine Infoveranstaltung geben.

    Auf die Sitzung folgte noch ein Ortstermin. Der Gemeinderat besichtigte, nach Einbruch der Dämmerung, die Peitschenlampen in der Hauptstraße. Noch in diesem Jahr soll die Beleuchtung der Hauptstraßen aller vier Ortsteile auf LED umgestellt werden, mit staatlicher Förderung. Es geht zunächst um 299 Lampen, davon 114 allein in Grettstatt. 2020 werden in einer zweiten Phase dann die restlichen Lampen der Gemeinde umgerüstet.

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