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    SCHWEINFURT

    Leser-Forum: Die Zukunft aus den Augen verloren

    Mir fällt es schwer die Diskussion um die Baumschutzverordnung zu verstehen. Noch schlimmer finde ich aber die Reaktion der CSU Schweinfurt, die sich für die Abschaffung dieser Verordnung stark macht.

    Das „C“ steht meines Wissens für christlich. In einem christlichen Weltbild sollte auch die Schöpfung eine Rolle spielen und der Umgang damit.

    Ist es nicht verantwortungslos wenn wir unseren Kindern, Enkeln und Urenkeln eine Zukunft schaffen, in der es immer weniger Insekten und Vögel gibt?

    Unser Trinkwasser wird immer nitrathaltiger und somit gesundheitsschädlicher. Wer zahlt die Zeche für diese Umstände? Nicht der Verursacher sondern die geschädigten Verbraucher. Für mich gab es bislang noch keine schlechtere Politik auf dieser Ebene. Kein Abbau von Massentierhaltung und auch noch Zustimmung für einen Gifteinsatz auf europäischer Ebene.

    Dann wird der Bürger auch noch für dumm verkauft, weil es ja angeblich nicht ohne geht. Der „Flachshof“ in Egenhausen bewirtschaftet circa 100 Hektar Land und hat einen großen Viehbestand. Das alles geht ohne Gift und zwar schon seit 25 Jahren!

    Nun aber zurück zur Baumschutzverordnung. Vor circa 20 Jahren hat man sich in Schweinfurt, wie in vielen anderen Städten, entschlossen, die Bäume durch eine spezielle Verordnung zu schützen. Sicher kann man darüber diskutieren ob alle Inhalte dieser Verordnung noch zeitgemäß sind oder vielleicht verbesserungsfähig sind.

    Aber gibt es nach 20 Jahren, in unserer so von menschlichem

    Fehlverhalten geschädigten Natur, keine Gründe mehr sich für den Erhalt von Bäumen stark zu machen?

    Oder verfolgt man das Ziel: Insekten weg, Vögel weg, dann brauchen wir auch keine Bäume mehr.

    Wenn ich als Schweinfurter durch die Stadt gehe und mir einige der letzten Baumaßnahmen anschaue, wie zum Beispiel den Schillerplatz oder das Zeughausgelände, dann hätte ich mir statt den riesigen versiegelten Flächen, den einen oder anderen Baum mehr gewünscht.

    Aber gut, jeder Bürger, der hier in Schweinfurt lebt, kann ja am 28. 1. durch seine Stimme entscheiden wie es in Zukunft weitergehen soll.

    Roland Merz

    97424 Schweinfurt

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