• aktualisiert:

    Grettstadt

    Liedermacherpop mit Romantik und Ironie

    Gecko & Wolle bei ihrem Konzert im Bürgersaal.
    Gecko & Wolle bei ihrem Konzert im Bürgersaal. Foto: Ruth Volz

    Neue Freunde gefunden haben die beiden Schweinfurter Musikanten Gecko & Wolle durch ihren Auftritt im Bürgersaal des Historischen Rathauses. Die Kulturfreunde Grettstadt hatten geladen und viele waren der Einladung gefolgt. Was Daniel "Gecko" Geck und Andy "Wolle" Wolker mit Gitarre, Keyboard und Gesang boten, war eine amüsante, teils aber auch zum Nachdenken anregende musikalische Mischung. Das Programm startete mit "Die geilste Zeit", Erinnerung an früher, dann entpuppte sich Gecko als erster Musikstar mit Maschinenbaudiplom im Titel "Anti-Rock-Idol". Weiter ging es mit "Morgens im Badezimmer" nachdem der Wecker vergessen hatte zu klingeln, die beiden luden zum Abenteuer auf der Luftmatratze, mit der sie die "Insel" am Horizont entdeckten. Eine gelungene Mischung aus Love-Song und Satire bot das Duo mit "Lila Kuh", nachdenklich wurde es bei "Zeig mir, wer du bist". Kaum zu glauben, trotz ihres jugendlichen Alters setzen die beiden als Beweis ihrer Zuneigung zur Weiblichkeit auf "Blumen" statt ausgeflippter anderer Liebesbeweise. Gecko erkannte in "Samstagabend" einen Nachteil seiner Musikalität, "dann wäre ich heute nicht so allein". Bei "Zimmer 104" im Altenheim angekommen, durfte gelacht werden, aber es wurde auch nachdenklich: "Ich spiel weiter bis zum allerletzten Takt."

    "Ich kann nicht tanzen" – außer unter Alkohol – eröffnete die zweite Runde, gefolgt vom "Buschpilot" und der Erkenntnis: "Was nutzt die beste Planung, wenn die Umsetzung fehlt." Was da draußen geschieht, war für das Duo sowas von "Banane". Eine Reminiszenz an die alte "Kneipe" folgte. Ihr Fett ab bekam die Kinderkrankenschwester "Jasmin Bitsch", die Gecko an dessen 27. Geburtstag ausgenommen und dann mit einem kräftigen Vollrausch hatte sitzen lassen: Gecko wünschte ihr: Gold auf den Hüften und Orangenhaut mit ganzen Früchten.

    "In meinem Schlafsack ist noch Platz für dich" luden die beiden ein. Warum Gecko und Wolle bei einem Auftritt in Erfurt als Frauenhasser bezeichnet wurden, verrieten sie bei dem Lied "Ich hasse diese Frauen, die uns Männern unsern Männerabend klauen." In Nostalgie schwebte Gecko zunächst bei "Fruchtzwergeeis", verschloss aber auch nicht die Augen vor den Folgen. Ein ungewöhnlicher Love-Song folgte mit "Hey du da!" bevor "Alkohol ist gefährlich" den unterhaltsamen Abend beschloss, auch dieser eine gelungene Mischung aus keckem Augenzwinkern, Denkanstoß und Humor. Anhaltender Beifall und eine so erzwungene Zugabe bewiesen, dass sich der Abend gelohnt hatte.

    Zwei Mal wöchentlich bequem per E-Mail:
    Abonnieren Sie jetzt den kompakten Schweinfurt-Newsletter!

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!