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    Schweinfurt

    Linke: Fahrplanänderung der Stadtwerke ist nichtig

    Die Änderung des Fahrplans sorgten für einen Aufschrei in der Bevölkerung. Nach Ansicht der Fraktion Die Linke im Stadtr... Foto: Gerd Landgraf

    Nach einer rechtlichen Prüfung steht für die Fraktion der Linken im Stadtrat fest: Die Fahrplanänderungzum 1. Januar 2019, die zu einem Aufschrei in der Bevölkerung geführt hat, ist "nichtig". Denn, so die Argumentation des Fraktionsvorsitzenden Frank Firsching: Die Änderung sei erfolgt, ohne dass der Haupt- und Finanzausschuss oder der Stadtrat dem zugestimmt hätten. Die Linke fordert nun in einem Dringlichkeitsantrag ans Rathaus nicht nur, den alten Fahrplan schnellstmöglich wieder in Kraft zu setzen. 

    Es geht um mehr. Zum einen solle die Stadtwerke Schweinfurt GmbH dem Stadtrat detailliert über die Kennzahlen berichten , die zur Reduzierung der Fahrten geführt hat, und darüber Auskunft geben, wann die Stadt darüber in Kenntnis gesetzt wurde. Zum anderen soll der Stadtrat nach den Forderungen der Linken-Fraktion die Stadtwerke mit der Überarbeitung des Fahrplans beauftragen. Zielrichtung dabei müsste sein, das Angebot an die "spezifischen Bedürfnisse von Behinderten, Personen mit Mobilitätsbeeinträchtigungen, älteren Menschen, Frauen und Kindern, dem Einzelhandel und den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern (Großindustrie) anzupassen". Schließlich, so Punkt fünf im Dringlichkeitsantrag der Linken, sollte der Nahverkehrsplan überarbeitet werden. Er stammt aus dem Jahr 2007.

    Harsche Kritik übt Firsching an Oberbürgermeister Sebastian Remelé. Der Vorfall zeige, dass dieser Mandaten als Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke, des Leopoldina Krankenhauses und der SWG überfordert sei. Stadtwerke-Geschäftsführer Thomas Kästner hatte sich von der Vehemenz der öffentlichen Kritik überrascht gezeigt, Oberbürgermeister Remelé eine Sondersitzung des Aufsichtsrates einberufen. 

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