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    Lülsfeld, Wolfsburg, Rio: Wiedersehen mit Sophie Scheder bei Kai Pflaume

    Ein Wiedersehen mit der Bronzemedaillengewinnerin am Stufenbarren bei Olympia 2016 mit Lülsfelder Wurzeln, Sophie Scheder (rechts), gab es jetzt in der ARD bei "Klein gegen Groß" mit Moderator Kai Pflaume. Die 13-jährige Theresa Zurmühl hatte die deutsche Spitzenkunstturnerin zum Sohlwellenduell am Reck herausgefordert. Foto: NDR/Thorsten Jander

    Einen großen Auftritt der etwas anderen Art ausnahmsweise nicht in der Sporthalle, sondern auf dem Unterhaltungsparkett im Fernsehstudio hatte am Samstag die Bronzemedaillengewinnerin am Stufenbarren bei Olympia 2016 in Rio, Sophie Scheder. Zu sehen war sie in der Fernsehshow „Klein gegen Groß – Das unglaubliche Duell“ mit Kai Pflaume im Ersten. Sophies Vater Harald stammt aus Lülsfeld.

    Die 13-jährige Theresa Zurmühl aus Penzberg hatte die deutsche Spitzenkunstturnerin aus Wolfsburg, die seit Jahren in Chemnitz trainert, an der Reckstange zum sogenannten Sohlwellenduell herausgefordert. Dabei wird der Körper um die Reckstange geschwungen, wobei Hände und Füße an der Stange haften bleiben. Theresa Zurmühl bestätigte, dass sie Sohlwellen kann. Und zwar ganz viele und ganz schnell hintereinander. Am Ende waren es deren 57 in einer Minute. Sophie Scheder musste sich gegen die junge Spezialistin geschlagen geben. Sie brachte es auf 49 Sohlwellen.

    Die Lülsfelder Wurzeln

    Sophie Scheders Vater Harald stammt, wie erwähnt, aus Lülsfeld. Die inzwischen 22-Jährige hatte dort einst 2009 als Zwölfjährige beim 80. Geburtstag ihres im September 2014 im Alter von 85 Jahren verstorbenen Opas, des früheren Bürgermeisters Ernst Scheder, im Gemeinschaftshaus als dem Sportheim des SV Germania eine Kostprobe ihres Könnens gegeben und bei der kleinen Kür schon damals gezeigt, welches Talent in ihr steckt.

    Sophies Vater Harald ist der jüngste Spross der drei Kinder von Ernst und Berta Scheder. Beim Musikspielen im Norden Deutschlands hatte er seine Frau Andrea kennengelernt. So hat es ihn vor 26 Jahren als Geschäftsmann und Familienvater nach Wolfsburg verschlagen. Dort wurde Sophie Scheder am 7. Januar 1997 geboren. Ihre Schwester Fabienne kam dort drei Jahre später zur Welt.

    Beim Mutter-Kind-Turnen in Wolfsburg hatte für Sophie Scheder zusammen mit ihrer sportlichen Mutter alles angefangen. Mit sechs Jahren war sie zum Leistungsturnen beim VfL Wolfsburg gekommen. Als Sophie elf Jahre alt war und der Schulwechsel anstand, ging sie, die zuletzt für  Hannover startete, 2008 ins Internat des Sportgymnasiums in Chemnitz mit dem dortigen Turn-Leistungszentrum. Dort machte sie auch die Mittlere Reife.

    Seit 2014 ist Sophie Scheder Sportsoldatin bei der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Chemnitz, wo sie zugleich am Olympiastützpunkt trainert und für den TuS Chemnitz-Altendorf turnt. Ihr bisher größter sportlicher Erfolg war der Gewinn der Bronzemedaille bei Olympia in Rio 2016 an ihrem Spezial- und Paradegerät, dem Stufenbarren. Im gleichen Jahr war sie in Stuttgart Weltcupsiegerin beim DTB-Pokal und in Hamburg Deutsche Meisterin im Mehrkampf geworden.

    Anhaltendes Verletzungspech

    Verletzungen und Operationen an Hand und Knie hatten die Kunstturnerin nach Rio fast zwei Jahre lang immer wieder zurückgeworfen. Das Verletzungspech blieb ihr auch nach dem gelungenen Comeback bei der Turn-WM im Oktober 2018 in Katar treu. Ende 2018 brach sie sich beim Bergwandern während eines Trainingslagers des TuS Chemnitz-Altendorf in Neuseeland den rechten kleinen Zeh. Dazu kamen anschließend noch ein hartnäckiger Infekt und Rückenprobleme. Aber auch das hat sie alles weggesteckt und sich wieder zurückgekämpft.

    Die Heim-WM Mitte Oktober in Stuttgart sowie die Olympischen Spiele 2020 in Tokio sind die nächsten großen Ziele der Kunstturnerin mit Lülsfelder Wurzeln.

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