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    Oberschwarzach

    Markgemeinde für Konzepterstellung zu Hochwasserschutz

    Das Sanierungsgebiet für ISEK und KDK umfasst einen Bereich von rund 17,5 ha, der im wesentlichen das Untersuchungsgebiet mit dem Altortbereich und angrenzenden Erweiterungen beinhaltet. Foto: Gudrun Theuerer

    Bau- und Grundstücksangelegenheiten waren Thema der jüngsten Marktgemeinderatssitzung in Oberschwarzach. Weil die Bodenplatten von drei neu gebauten Einfamilienhäusern in Schönaich 20 cm höher liegen als vorgesehen, wurde vom Landratsamt ein Tekturplan angefordert, der den Räten zur Kenntnisnahme vorlag.

    Ein Bauherr in Oberschwarzach wird auf die Umnutzung seiner Scheune zur Doppelgarage verzichten, da er sonst, als Auflage vom Landratsamt Schweinfurt, den Giebel des Gebäudes um einen Meter nach hinten hätte versetzen müssen. Den Umbau der Scheune an sich, mit dem Aufbau eines neuen Dachstuhles musste der Marktgemeinderat lediglich zur Kenntnis nehmen.

    Zum Dritten lag der Bebauungsplan der Stadt Gerolzhofen "Am Nützelbach II” vor. Da das geplante Wohngebiet mit insgesamt 42 Bauplätzen den Markt Oberschwarzach nicht tangiert und auch dessen Planungshoheit nicht einschränkt, wird der Markt in seiner Stellungnahme als Nachbargemeinde keine Einwendungen erheben, so beschloss man einstimmig.

    Außerdem lag noch die Änderung des Flächennutzungsplans des Marktes Ebrach "Grossgressingen Süd" vor. Die Änderung betrifft die  Neudarstellung von zwei Wohnbauflächen und einer Mischfläche im Gemeindeteil Großgressingen, die lediglich im Flächennutzungsplan redaktionell angepasst werden soll. Da auch dieses Vorhaben die Planungshoheit der Marktgemeinde Oberschwarzach nicht einschränkt, wurden ebenfalls keine Einwendungen erhoben.

    Das Integrale Hochwasserschutz- und Rückhaltekonzept für die Allianz Region Main-Steigerwald war ein weiterer Tagesordnungspunkt der Sitzung. Inzwischen wurden vom Ingenieurbüro Steenken & Breitenbach (ISB) gemeinsam mit dem Wasserwirtschaftsamt Bad Bissingen Ausschreibungsunterlagen ausgearbeitet.

    Diese sehen eine detaillierte Betrachtung der Hochwassersituation in den beteiligten Städten und Gemeinden vor, um im Zusammenhang mit der aktuellen Risiko-Managementbetrachtung eine deutliche Verbesserung der Hochwassersituation u.a. durch Rückhaltemaßnahmen zu erreichen.

    Eingebunden sind die Gemeinden Kolitzheim, Volkach, Gerolzhofen, Frankenwinheim, Lülsfeld, Dingolshausen, Sulzheim, Michelau und Oberschwarzach, die nun durch Ratsbeschlüsse der Konzepterstellung zustimmen müssen. Die Schätzkosten für die Konzepterstellung wurden mit 240 000 Euro beziffert. Davon werden 75 Prozent vom Wasserwirtschaftsamt gefördert. Die Einzugsflächen für die Gewässer Volkach und Schwarzach wurden für den Verteilungsschlüssel vom Wasserwirtschaftsamt ermittelt.  Die Fläche des Staatsforstbetriebs wurde dabei anteilig auf die ermittelte Einzugsfläche umgelegt.

    Für Oberschwarzach bedeutet dies einen Anteil  von rund 33 000 Euro, was 14 Prozent entspricht. Nach Abzug des Förderanteils verbleiben 8300 Euro als Eigenanteil bei der Marktgemeinde. Die Räte stimmte dem Vertrag über die gemeinsame Aufstellung eines integralen Hochwasserrückhaltekonzepts zu und auch dem berechneten Kostenanteil von 14 Prozent.

    Die Unterlagen mit den Ergebnissen der vorbereitenden Untersuchungen (VU) zum Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) und dem Kommunalen Denkmalkonzept (KDK)  sind nun fertiggestellt und lagen den Marktgemeinderäten zur Prüfung vor.

    Diese zeigten sich mit einer Gegenstimme mit dem vorliegenden Entwurf und den Zielsetzungen, die als Richtschnur für die weiteren Entscheidungen des Marktgemeinderates diesen sollen, einverstanden. Somit kann die fachliche Prüfung durch die Regierung von Unterfranken durchgeführt werden.

    Weiterhin wurde mit einer Gegenstimme das vorgeschlagene Sanierungsgebiet mit der Kennzeichnung "Altort Oberschwarzach" bestätigt. Es umfasst einen Bereich von rund 17,5 Hektar, der  im wesentlichen das Untersuchungsgebiet mit dem Altortbereich und angrenzenden Erweiterungen beinhaltet. Abschließend wurde das Sanierungsgebiet als Satzung festgelegt.

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