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    Gochsheim

    Marode Abwasserleitung geht ins Geld

    Die Kanaltrasse entlang der Bahnlinie ist sanierungsbedürftig. Wolfgang Müller und seine Mitarbeiterin Rebecca Klüspies vom Planungsbüro IWM setzten den Gemeinderat über die Ergebnisse der Befahrung des rund 1,3 Kilometer langen Sammlers am westlichen Ortsrand in Kenntnis. Klüspies erklärte, dass vielfach Einzelschäden festgestellt worden seien. Der Handlungsbedarf sei unterschiedlich. Sie hatte zum besseren Verständnis die unterschiedlichen Sanierungsgrade in vier Klassen unterteilt von grün: "kein Handlungsbedarf" bis rot: "sofortige Maßnahmen erforderlich".

    Durch Einbrüche und vertikale Verschiebungen der Rohranschlüsse sei die Kapazität eingeschränkt. Bei 100-prozentiger Auslastung laufe die Sammelleitung "unter Druck". Es bestehe ein rechnerischer Überstau. Es bestehe die Möglichkeit, einen Schlauchliner einzuziehen. Der dadurch kleinere Durchmesser habe keinen negativen Einfluss auf die Hydraulik. Die glattere Oberfläche des Kunststoffschlauches bewirke einen schnelleren Durchfluss. Klüspies schlug vor, die gesamte Maßnahme in sechs Bauabschnitten anzugehen. Sie rechnete mit einer Investitionssumme von insgesamt rund 1,5 Millionen Euro.

    Zweiter Bürgermeister Hans-Jürgen Schwartling erklärte, dass die Gesamtmaßnahme auf fünf bis sechs Haushaltsjahre aufgeteilt werden könne. Der Bauabschnitt I "brennt uns auf den Nägeln" mahnte er. Dieser sollte sofort ausgeschrieben werden. Müller erläuterte, dass in der Lindenstraße die Hausanschlüsse neu gemacht werden müssten. "Das gleicht einem Neubau", sagte er. Erst dann könne der Schlauchliner eingezogen werden. Der Gemeinderat beschloss nach weiteren Wortmeldungen einstimmig die Ausschreibung des Bauabschnitts I.

    Weiterhin wird damit der Kanalbau in der Wetteriedstraße erneut ausgeschrieben. Zudem soll in der Weyerer Straße das Abwasser durch einen Bypass so umgeleitet werden, dass es nicht durch das Altdorf, sondern über "Atzmann II" in die Sammelleitung fließt. Entscheiden musste das Gremium außerdem über die Nutzung, Bebauung und Gestaltung des Baugebiets "Südost II". Gaby Geyer, die Sprecherin der CSU/Freie Bürger-Fraktion, monierte, dass von 35 Häusern 20 mit Steildach vorgesehen seien. Diese Bauweise sei nicht mehr zeitgemäß. Ihre Fraktion werde nicht zustimmen. Sie drang damit aber nicht durch. Das Gremium verabschiedete den Bebauungsplan mit großer Mehrheit. Auf dem Kleinen Plan sollen Baumhasel gepflanzt werden. Die Bänke werden in der gleichen Ausführung wie auf dem Plan gestaltet.

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