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    Sennfeld

    Mehrwert für Sennfelder Kinder und Jugendliche

    Die Jahresberichte der Jugendsozialarbeit an der Schule und den der offenen Jugendarbeit im Jugendtreff Sennfeld diskutierte der Gemeinderat. Bürgermeister Oliver Schulze lobte bereits im Vorfeld Sabrina Wellisch für ihre Jugendsozialarbeit an den Schulen und ihre Arbeit als Gemeindepflegerin sowie Daniela Geyer für ihr Engagement im Jugendtreff. Er sieht darin einen großen Mehrwert für die Sennfelder Kinder und Jugendlichen sowie eine Stärkung des Sennfelder Schulstandortes. Wellisch bestätigte die gute Zusammenarbeit untereinander und informierte anschließend ausführlich mit einer Präsentation über die notwendige Arbeit , die vor Ort im vergangenen Jahr geleistet wurde.

    So sind 16 Prozent der Schüler der Grund- und Mittelschule in der Einzelfallhilfe (ein Einzelfall gilt ab drei Beratungsterminen) und 26 Prozent in der Kurzberatung(unter drei Beratungsterminen). Die Einzelfallhilfe haben überwiegend männliche Schüler in Anspruch genommen. Wellisch betonte, dass psychische Erkrankungen, unter anderem selbstverletzendes Verhalten bei den Schülern zunimmt und häufig mit Schulabsentismus einhergeht. Durch die Arbeit der Jugendsozialarbeit konnte in fast allen Fällen eine Verbesserung der Situation verzeichnet werden. Zusammenfassend erklärte Wellisch, dass die Jugendsozialarbeit mittlerweile als selbstverständlich für Lehrer, Schüler und Eltern gilt und aus dem Schulalltag nicht mehr wegzudenken ist.

    Anschließend stellte sich Janina Göbel vor, die seit März 2019 mit einer Vollzeitstelle an der Grundschule in Sennfeld tätig ist (Anstellungsträger ist die Regierung von Unterfranken /Schulamt Schweinfurt). Ihr Hauptaufgabengebiet erstrecke sich auf präventive Projekte, Werteerziehung und Persönlichkeitsentwicklung im Gegensatz zur Jugendsozialarbeit, die hauptsächlich in der Einzelfallhilfe tätig ist und überwiegend Interventionsprojekte durchführt. Ihre Zielgruppe seien alle Schüler im Gegensatz zur Jugendsozialarbeit, die für benachteiligte Schüler Hilfen anbietet. Für Göbel sind Zusammenarbeit und Abgrenzung von Schulsozialpädgogik und Jugendsozialarbeit wichtig.

    Als Gemeindejugendpflegerin bedauerte Wellisch, dass die Jugendbeteiligung "Wir müssen reden" in Kooperation mit dem Kreisjugendring wegen mangelnder Teilnehmerzahl ausfallen musste. Unter der Leitung von Wellisch finden der "Runde Tisch" mit allen Akteuren der Kinder- und Jugendarbeit jährlich statt wie auch das Elterntreffen "Have a say", bei dem Eltern in der Gemeinde Wünsche und Anregungen zu kinder- und jugendrelevanten Themen anbringen können, jährlich fest installiert ist. Für 2019 stellte Wellisch die "Kinderbeteiligung" im Zuge des An- und Umbaus der Schule unter dem Motto "Wie sieht meine Traumschule aus?" für die vier Klassen der Grundschule in Aussicht.

    Daniela Geyer vom Jugendtreff, die teilweise auch direkt mit der Jugendsozialarbeit zusammenarbeitet, berichtete ausführlich von den Aktivitäten im vergangenen Jahr. So ist Montag der besucherstärkste Tag mit durchschnittlich 16, überwiegend männlichen Jugendlichen. Das Durchschnittsalter betrage an den drei Öffnungstagen 14 Jahre, montags kommen meist ältere Besucher (durchschnittlich 16 Jahre).

    Der Osterferienspaß für die Teilnehmer im Alter von sechs bis elf Jahren sei wieder gut angekommen, während geplante Aktionen, Ausflüge oder Fahrten momentan kaum von den Jugendlichen angenommen werden. Hoch im Kurs stehen spontane Zusammentreffen mit Musik, Fußball, Kicker und Billard. Besonders lobten die Jugendlichen das WLAN und die Musikanlage, die von der Gemeinde zur Verfügung gestellt wurden. Abschließend erklärte Geyer, dass für dieses Jahr noch eine Umgestaltung des Jugendtreffs ansteht.

    Der Gemeinderat war überzeugt von der guten Arbeit, die im Bereich Jugend- und Sozialarbeit sowie im Jugendtreff in Sennfeld geleistet wird. Abschließend dankte Schulze den drei Sozialpädagoginnen für die gute geleistete Arbeit, die aufgrund des gesellschaftlichen Wandels sehr wichtig sei, sowie dem Gemeinderat für die bereitgestellten finanziellen Mitteln.

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